Zukunftsforschung: 10 Fragen an GIM foresight

In dieser Woche stellen wir Euch mit GIM foresight einen weiteren Service des GIM Networks vor. GIM foresight steht für die Zukunftsforschung der GIM. Was genau dahinter steckt, erklären Dr. Hannes Fernow und Michael Mletzko im folgenden Interview.

In zwei Sätzen: was macht GIM foresight?

Bei GIM foresight beraten wir unsere Kunden bei strategischen Zukunftsfragen. Dabei konzentrieren wir uns auf die Themen Marke, Zielgruppe und Kommunikation.

Was ist das Besondere an eurem Ansatz? Was macht ihr anders als andere?

Anders als herkömmliche Zukunftsforscher verknüpfen wir empirisch validierte Zukunftsforschung mit eigener Markt- und Markenforschung. Durch unseren cultural foresight konzentrieren wir uns hierbei auf den kulturellen Wandel und damit auf die Hoffnungen, Sehnsüchte und Befürchtungen der Zielgruppen unserer Kunden.

Der Blick in die Zukunft: GIM foresight schafft empirische Wissensgrundlagen für unternehmerische Zukunftsplanung
Was sind eure Zielgruppen in Unternehmen?
Aus welchen Abteilungen kommen eure Ansprechpartner?

Unsere Ansprechpartner kommen aus unterschiedlichen Abteilungen, es sind längst nicht nur die klassischen Market Research Departments. Wir beraten Markenstrategen, Produktentwickler, Portfoliomanager, Einkäufer und Sales Abteilungen.

Mit welchen Fragestellungen wenden sich Kunden an euch?

Natürlich sind die Fragen, die unsere Kunden an uns haben, sehr vielseitig. Dahinter verbirgt sich aber meist die Kernfrage, wie sich eine Marke oder Organisation heute aufstellen muss, damit sie morgen noch relevant für ihre Zielgruppe ist.

Welche Benefits können Auftraggeber aus eurer Arbeit ziehen?

Unsere Erkenntnisse und Zukunftsszenarien sind nicht nur inspirierend, sondern auch empirisch belastbar. Somit sind die Resultate und Handlungsempfehlungen leichter bei internen Stakeholdern zu verargumentieren und zu implementieren.

Wie werden Ergebnisse in den Unternehmen umgesetzt?
Was sind use cases?

Auch hier kommt es stark auf die konkrete Fragestellung an. Ein use case ist zum Beispiel die langfristige Neuausrichtung der Markenstrategie, wobei wir die Spannungsfelder zwischen der bisherigen Markenpositionierung und dem gegenwärtigen Wertewandel herausgearbeitet haben. In einem anderen Fall arbeitet der Kunde auf Basis unserer Ergebnisse an einer neuen Zielgruppenansprache und Kommunikationsstrategie für jüngere Zielgruppen.

GIM foresight entstand auf Basis der GIM Trend- und Zukunftsforschung Heritage und hat bereits zahlreiche Unternehmen aus verschiedenen Branchen beraten.
Was sind aktuelle Trendthemen in eurem Bereich?

Es gibt wie immer etliche Hypes und Trendmythen, die wir entweder entlarven oder denen wir Gegentrends gegenüberstellen, die gern aus dem Blickfeld rutschen. So wird die zweifelsohne hohe Digitalaffinität jüngerer Zielgruppen oftmals sehr vereinfacht kommuniziert, nach dem Motto „Jung und Digital –> Digitale Produkte für junge Menschen“. Was wir aber sehen ist eine hohe Skepsis gegenüber der zunehmenden Digitalisierung und dem Verlust von Datensouveränität; und zwar sowohl bei jungen als auch älteren Menschen. Es gibt Zielgruppen, welche der Digitalisierung sehr positiv entgegensehen, diese lässt sich aber nicht durch das Alter identifizieren.

Wie verzahnt ihr euer Angebot mit der klassischen Konsumforschung der GIM?

Die Integration der „Stimme des Kunden“, also ethnografische, psychologische oder soziologische Forschung zu den Kunden unserer Kunden ist für uns von entscheidender Bedeutung. Mit dieser Kundenzentriertheit helfen wir unseren Auftraggebern schon heute. Unsere Ansätze basieren auf einer Verknüpfung aktueller Studienergebnisse mit unserer Zukunftsforschung.

Die cultural foresight Expertise von GIM foresight basiert vor allem auf der universalen Zukunfts- und Wertestudie Values & Visions 2030.
Was begeistert euch persönlich am Thema Zukunftsforschung?

Die Herausforderung. Anders als bei klassischer Marktforschung müssen wir einen Blick in Zukünfte wagen, und doch kennt sie niemand, man kann sie weder befragen noch beobachten. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir alle in der Zukunft leben werden und sie heute planen und gestalten, bzw. besser auf Kommendes vorbereitet sein sollten. Deshalb betreiben wir cultural foresight: wir zeigen in Zukunftsszenarien wahrscheinliche oder wünschbare Möglichkeiten auf, wie sich eine Gesellschaft oder eine bestimmte Zielgruppe in den nächsten Jahren verändern wird. Dass es sich hierbei nicht um pures Glaskugellesen handelt, hat die GIM mit ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich Zukunftsforschung schon oft unter Beweis stellen können.

Zum Schluss noch ein Blick in die Zukunft: Wie wird sich der Bereich Zukunftsforschung aus eurer Sicht in den nächsten Jahren weiterentwickeln?

Wie in anderen Bereichen auch, wird das Thema Big Data sicherlich auch in der Zukunftsforschung eine wichtigere Rolle spielen. Durch die Verknüpfung verschiedener Datenquellen sind schon heute valide statistische Vorhersagen möglich; ob sie dann auch eintreffen, steht auf einem anderen Blatt Papier, schließlich gehen wir nicht von einer Vorherbestimmtheit der Zukunft aus. Wovon wir stattdessen ausgehen ist die Gestaltungskraft und Kreativität der Menschen; deshalb wird es gerade im Bereich des cultural foresights immer um die Erwartungen und Hoffnungen der Menschen gehen und dies lässt sich durch einen Algorithmus nur schwer abbilden.

Vielen Dank, Hannes und Michael! Wir sind gespannt 🙂

 

Ihr möchtet mehr über unsere Zukunftsforschung erfahren?
Besucht die neue GIM foresight Website.

 

Bei Fragen freuen sich Hannes (l.) und Michael (r.) über eure Nachrichten.fernow@gim-foresight.com   mletzko@gim-foresight.com

Weitere Infos:

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