Wie Sportartikel-Hersteller Augmented Reality einsetzen

Spätestens seit dem Launch des Mobile-Games „Pokémon Go!“ ist Augmented Reality (kurz AR) einer größeren Öffentlichkeit bekannt. AR baut durch elektronische Bildbearbeitung digitale Elemente in ein reales Bild ein und macht so die Grenzen zwischen digital und real durchlässig. Dass diese Technik allerdings auch bei ganz anderen Zwecken zum Einsatz kommen kann, zeigen zum Beispiel die drei global agierenden Sportartikelhersteller Adidas, Nike und Puma.


Wie in diesem Video fügt Pokémon Go die gleichnamigen Geschöpfe digital in das Bild der Smartphone-Kamera ein.

Umwelt-Engagement bei Adidas – am Handy

Adidas hat „Parley for the Oceans“ mitgegründet. Der Zusammenschluss von verschiedenen Marken, Regierungen und Umweltschutzverbänden möchte das Bewusstsein für die Empfindlichkeit der Weltmeere erhöhen und organisiert Projekte zum Schutz der Ozeane. Adidas hat in diesem Rahmen unter dem Titel „For the Oceans“ eine ganze Kollektion an Sportbekleidung vorgestellt, die aus recyceltem Meeres-Plastik produziert wurde. Im Pariser Flagship-Store hat Adidas nun ein Pilotprojekt gestartet, das Kunden mittels Augmented Reality besser an diese besondere Thematik heranführt. In der „For the Oceans“-App sehen Kunden sowohl, wie Plastikmüll im Meer treibt, als auch, wie die Plastikpartikel zu Fäden gesponnen werden, aus denen dann die recycelten Sportartikel entstehen.

 


Das Münchner Start-Up eyecandylab hat die „For the Oceans“-App entwickelt und stellt sie in diesem Imagevideo vor.

Nike misst die Schuhgröße – mit Fotos

Laut Aussage des US-Amerikanischen Sportartikelherstellers Nike tragen drei von fünf Menschen Schuhe, die ihnen nicht passen. Schuld seien antiquierte Messtechniken und je nach Produzent abweichende Größenskalen. Dieses Problem will Nike lösen, indem User der NikeFit-App nun ihre Schuhgröße digital ermitteln lassen können.

Mit der Nike-App können NutzerInnen ihre Füße digital ausmessen lassen und sich die passenden Größen entweder am Handy bestellen oder in der Filiale ausgeben lassen. Bild: Nike

Pumas Schuhe brennen – digital

Das limitierte Modell LQD CELL Origin AR der Marke Puma trägt ein Muster aus QR-Codes (gesprochen [likwid sel]) . In Kombination mit der gleichnamigen App für Android und Apple können User den Schuh scannen und mit diversen Filtern digital „aufmotzen“. So können beispielsweise Flammen auf die Fotos der Schuhe gelegt werden. Außerdem bietet die App den TrägerInnen der Schuhe auch ein Mobile-Game an. Puma hat angekündigt, im Laufe der Zeit noch weitere Modelle der LQD CELL-Reihe einzuführen.

Was hier wie ein graue Krissel-Muster aussieht, sind QR-Codes. Das Schuh-Modell von Puma ist damit bedeckt. Bild: Puma.
AR – längst angekommen

Längst ist Augmented Reality also auch in der Vermarktung von Mode angekommen.  Zum Beispiel Snapchat zeigt mit Filtern schon seit geraumer Zeit, dass die Technik Spaß machen kann.  Nun beweisen Marken wie Adidas, Nike und Puma, dass die Technologie auch ein interessantes Tool für das B2C-Marketing darstellt.

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