Visualisierung in der Marktforschung mit Christina Piper (Teil 1)

In unserer Rubrik “Am Kicker mit” erhalten wir von unseren GIM-Kollegen spannende Einblicke in unterschiedliche Marktforschungs-Themen. Christina Piper, GIM Research Manager für Health&Pharma-Forschung, spricht im Radar-Interview über die Bedeutung und Anwendungsbereiche von Visualisierung in der Marktforschung, sowie den damit verbundenen Benefits.

Hallo Tina (eigentlich Christina, Anm. d. Red.) herzlichen Willkommen am Kicker!

Hallo Dominique! Danke für die Einladung. Finde ich ja toll, dass ihr mehr über das Thema Visualisierung erfahren möchtet.

Unbedingt, ein sehr spannendes Thema! Na dann, auf ein gutes Spiel 🙂

Auf ein gutes Spiel!

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Du bist normalerweise als GIM Research Managerin in der Health&Pharma-Forschung tätig. Was sind dort deine Aufgabenbereiche?

Wie die meisten Kollegen bei der GIM arbeite ich über das Jahr hinweg an einer Vielzahl unterschiedlicher Studien für wechselnde Kunden. Ich bin dabei normalerweise als „Allrounderin“ im Einsatz, das heißt ich betreue die Studien über alle Phasen hinweg: Angefangen von der Vorbereitung und Organisation, über die Datenerhebung bis zum finalen Bericht und der Ergebnispräsentation. Und da ich hauptsächlich im Health&Pharma-Bereich tätig bin, stammen „meine“ Kunden natürlich mehrheitlich aus der Pharmabranche. Dementsprechend beziehen sich die Forschungsanliegen in der Regel auf medizinische Themen, was ich sehr spannend und interessant finde.

Aber du verfügst auch noch über andere Fähigkeiten, die sowohl intern als auch auf Kundenseite enormen Zuspruch finden: Du bist nämlich eine talentierte Zeichnerin und kümmerst dich bei der GIM auch um das Thema Visualisierung in der Marktforschung. Wie kam es dazu?

Das kann ich wirklich nur einen glücklichen Zufall nennen 🙂 Es stimmt, ich zeichne schon immer mit Begeisterung und habe vor meiner Zeit in der Marktforschung sogar eine Weile in einem kreativen Beruf gearbeitet. Als ich bei der GIM eingestiegen bin, war zunächst nicht geplant, dass ich diese Kenntnisse in die Marktforschungsarbeit einbringe.

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Mit passenden Illustrationen kann man u.a. Workshop-Räumen ein schönes Ambiente verleihen und den Teilnehmern eine Wohlfühl-Atmosphäre schaffen. Illustration: C. Piper.

Doch dann kam eine erste kleine Visualisierungs-Anfrage von einer Kollegin. Das war eigentlich nur ein einmaliger Auftrag für ein Angebot, doch die Resonanz war so positiv, dass seither auch viele weitere Kollegen mit Visualisierungs-Wünschen an mich herangetreten sind. Dadurch haben sich zahlreiche neue Einsatzbereiche für Illustrationen aufgetan. Die Visualisierung ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil meiner Aufgaben bei der GIM geworden.

Kannst du mir aktuelle Beispiele nennen, bei denen deine Visualisierungskünste eingesetzt wurden?

Der jüngste Anlass war eine visuelle „Rundum-Betreuung“ eines Ideen-Workshops. Bei dem Workshop ging es darum, dass unser Auftraggeber seine Zielgruppe besser kennenlernen und auf dieser Basis Ideen für eine passende, treffsichere Ansprache entwickeln wollte. Nun soll so ein Workshop, gerade wenn es um Kreativität geht, natürlich keine bitter-ernste Sache sein. Vielmehr soll er die Teilnehmer in eine Wohlfühl-Atmosphäre versetzen, Spaß bringen und einen offenen und spielerischen Zugang zum Thema ermöglichen. In diesem Zusammenhang war es meine Aufgabe, dem Workshop-Raum mit einigen passenden Bildern ein schönes Ambiente zu verleihen, die Workshop-Unterlagen mit Illustrationen unterhaltsamer, ansprechender und dadurch auch anregender zu gestalten und die von den Teilnehmern entwickelten Ideen direkt vor Ort in Bilder zu übertragen, um sie so lebendiger und greifbarer zu machen.

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Ausgleich! Jetzt aber schnell wieder konzentrieren… Tina ist nämlich nicht nur beim Thema Visualisierung ganz schön auf Zack!

Unter dem Titel Lunch & Draw werden in der GIM Heidelberg regelmäßig Visualisierungstrainings für GIMmies veranstaltet, die sich immer einem bestimmten Thema widmen. Um was geht es dort genau? 

Das ist ein ganz spannendes Projekt, das ursprünglich von meiner ehemaligen Kollegin Marion Tamme de Acquista ins Leben gerufen wurde und zu dem ich dann dazu gestoßen bin. Im Kern geht es darum, allen interessierten Kollegen einfache Visualisierungstechniken beizubringen. Dabei ist es keine Voraussetzung, dass sie Vorkenntnisse im Zeichnen mitbringen. Die Techniken sind so konzipiert, dass sie sich ohne langes Üben praktisch aus dem Stegreif realisieren lassen. Man kann bereits mit wenigen einfachen Tricks tolle Effekte und Ergebnisse erzielen!

Wie kam es zu dem Begriff „Lunch & Draw“?

Der Titel des Trainings kommt daher, dass es in regelmäßigen Abständen in der Mittagspause stattfindet. Wer teilnehmen möchte, bringt einfach sein Mittagessen mit in unseren Trainings-Raum und wird von uns vor Ort mit Zeichenblock und Stiften ausgestattet. Eine Stunde lang können die Teilnehmer dann beim Zeichnen entspannen, sich stärken und gleichzeitig ein paar wertvolle Fertigkeiten für den Arbeitsalltag lernen.

Also ich sehe schon, Visualisierung scheint in der Marktforschung ein wichtiges Thema zu sein. Warum ist das so?

Das ist es! In Zukunft wird das wohl auch noch weiter zunehmen. Zum einen ist Visualisierung derzeit ein allgemeiner Trend, der nicht nur die Marktforschung erfasst hat, sondern auch viele andere Branchen. Ich denke, es wurde einfach erkannt, dass es in der heutigen Zeit, in der viele Menschen tagtäglich eine große Fülle an Information aufnehmen und verarbeiten müssen, notwendig ist, alle Sinne anzusprechen, um diese Menge noch zu bewältigen. Durch Visualisierung wird das Erfassen, Verstehen und Behalten von Information deutlich erleichtert.

Inwiefern?

Bilder haben eine große Kraft, indem sie innerhalb kürzester Zeit eine hohe Dichte und große Komplexität an Information vermitteln können. Reiner Text kann das nur sehr viel mühsamer und weniger nachhaltig leisten. In der Marktforschung ist Visualisierung daher von besonders hoher Relevanz. Immerhin ist das Erheben, Verarbeiten und Weitergeben von Information ja unser Kerngeschäft! 🙂 Gerade wir müssen besonders kompetent darin sein, die Informationsflut, mit der wir täglich konfrontiert sind, zu bewältigen und handhabbar zu machen. Visualisierung stellt da ein wichtiges Werkzeug dar.

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Das Identifizieren und Beschreiben von Zielgruppen-Typen ist ein klassisches Forschungsanliegen in der Mafo. Lest im zweiten Teil des Interviews welche Vorteile hier die Visualisierung gegenüber anderen visuellen Hilfsmitteln hat. Illustration: C. Piper.

Lest hier bald den zweiten Teil des Interviews… Unter anderem wird es darum gehen, in welchen Bereichen der Marktforschung Visualisierung konkret einsetzbar ist.  

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an GIM Research Manager Christina Piper  (C.Piper@g-i-m.com) oder GIM Senior Research Director Patricia Blau (P.Blau@g-i-m.com).

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