Smartphone-Nutzung auch bei Sehbehinderung – VoiceOver, Sunu und Dot

Smartphones gelten schon lange als technische Revolution für Menschen mit Sehbehinderung: vor allem Apple hat mit seiner eigenen VoiceOver-Technologie in den vergangenen Jahren viel dazu beigetragen, dass Blinden der Zugang zu Technologie erleichtert wird.

Bei VoiceOver handelt es sich um eine gestenbasierte Bildschirm­Lesefunktion, mit der man das iPhone auch dann nutzen kann, wenn man das Display nicht sieht. Man hört Beschreibungen von allem, was auf dem Display passiert – ob Batteriestatus, der Name eines Anrufers oder eine Nachricht, die gerade jemand geschickt hat. Da die Technologie ein fester Bestandteil des iPhone-Betriebssystems ist, funktioniert es mit allen integrierten apps. Auch wenn diese Funktion noch ausbaufähig ist, kann VoiceOver sogar Bilder beschreiben und zum Beispiel sagen, ob auf einem Foto ein Baum oder ein Hund zu sehen ist.

Neben der Apple-eigenen Technologie gibt es seit Kurzem auch zwei Smartwatches auf dem Markt, die sich speziell an Blinde richten: dot mini und sunu band. Dot mini stammt aus Korea und bietet relativ klassische Smartwatch-Funktionen: so können Nachrichten, Anrufer, Uhrzeiten, Wetter und notifications (zum Beispiel aus Social Media) angezeigt werden. Angezeigt werden sie mit Hilfe eines kleinen Braille-Displays, dass die Oberfläche der Uhr besetzt.

Im Vergleich dazu konzentriert sich sunu band auf einen anderen Bereich: diese smartwatch soll Blinden dabei helfen, besser durch den öffentlichen Raum navigieren zu können. Das Armband ist mit einem Sonar-Sensor ausgestattet und gibt im Falle von Hindernissen, die sich in der Nähe befinden, dem Träger Warnungen per Vibration ab. In diesem Sinne soll die Smartwatch eher als zusätzliche Hilfe zum weißen Langstock bzw. Blindenstock verstanden werden.

Im Laufe der letzten 10 Jahre wurde Blinden durch diese Innovationen der Zugang zu neuen Technologien wesentlich erleichtert.

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