Research in Zeiten von Corona: Umfassende GIM Eigenstudien

17. April 2020 | Fabian Oppel
D

ie Corona-Pandemie hat uns alle fest im Griff: Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen bestimmen seit über einem Monat unseren Alltag. Die GIM arbeitet seit Anfang März von zu Hause aus – alle Kollegen, die nicht zwingend vor Ort sein müssen, sind im Homeoffice (wie ihr in der Radar-Reihe GIM@homeoffice nachlesen könnt). Um die Einstellungen, das Verhalten und die Bewegungsprofile der Menschen während der Corona-Pandemie und dem Lockdown zu verstehen, haben wir verschiedene Befragungen und Mobilitäts-Trackings durchgeführt.

Wie läuft Research während Corona?

Eine der wichtigsten Fragen, die uns im Moment gestellt wird: Wie valide können Forschungsergebnisse denn aktuell überhaupt sein? Grundsätzlich haben wir in unserer Forschung gemerkt, dass im B2C und insbesondere auch im B2B-Bereich durchaus valide Antworten erwartet werden können. Aber die Validität ist vom Thema abhängig. Das passende Framing ist wichtig, damit die GesprächspartnerInnen nicht „gebiased“ sind, also voreingenommen antworten. Näheres zu dieser und vielen weiteren Fragen haben wir in den GIM Corona-FAQs gesammelt und ausführlich beantwortet. Für weitere Fragen stehen unsere AnsprechpartnerInnen jederzeit zur Verfügung, die Kontaktdaten haben wir ebenfalls dort gelistet.

Forschung in Zeiten von Social Distancing findet unter anderem auch digital statt.
GIM forscht zu Corona – von Anfang an

Seit Beginn der Corona-Krise hat die GIM einigen Research durchgeführt, um relevante Informationen bereitstellen zu können. In den letzten vier Wochen haben wir verschiedene repräsentative Studien veröffentlicht; die ersten Befragungen fanden ab dem 3. März 2020 statt – noch bevor in Deutschland überhaupt erste Einschränkungen des öffentlichen Lebens erlassen wurden.

Wie schätzen die Deutschen ihre Lage ein?

Im Corona-Report „The German Gratwanderung“, veröffentlicht in der zweiten März-Woche, haben wir in einer bevölkerungsrepräsentativen Studie 1507 TeilnehmerInnen zu ihrer persönlichen Haltung in Bezug auf das neuartige Virus befragt. Verschiedene Fragestellungen wie die Sorge um die eigene Gesundheit, das persönliche Informationsverhalten und die Zufriedenheit mit der Regierungsarbeit beinhaltete die Untersuchung. Es stellte sich heraus, dass zum Erhebungszeitpunkt Anfang März 53% der Befragten der Corona-Situation gelassen und 47% besorgt gegenüberstanden. Den Kurzreport mit Details stellen wir kostenlos zur Verfügung, er kann hier angefragt werden.

Wie frei bewegen sich die Deutschen während „Corona“?

Im Kurzreport „The German Gratwanderung“ werden die Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Studie von Dr. Jörg Munkes, Andrea Knorn und Ron Degen zusammengefasst.

In der zweiten Publikation vom Anfang April, dem GIM Mobilitäts-Monitoring, haben wir mit unserem Geolocation-Tracking Tool GIM Traces das Mobilitätsverhalten der Deutschen während der Corona-Pandemie nachgezeichnet. Mit ca. 2.500 aktiven TeilnehmerInnen konnten wir untersuchen, wie sehr sich die Deutschen in ihrer Bewegung tatsächlich einschränken – eine der wenigen Möglichkeiten, um die Ausbreitung der Krankheit in Deutschland zu verlangsamen und somit ein Faktor, der über den weiteren Verlauf der Pandemie mitentscheidet. Unser Ergebnis war eindeutig: Im Zeitraum vom 16. Februar bis zum 29. März haben sich die zurückgelegten Distanzen der TeilnehmerInnen drastisch verringert. Im Mobilitäts-Monitoring schlüsseln wir nach verschiedenen Dimensionen auf. Focus online hat auf Basis unserer Forschungsergebnisse auch einen Nachrichtenfilm produziert. Die Studie könnt ihr hier kostenlos herunterladen.

Im Report „Mobilitäts-Monitoring zur Corona-Epidemie“ untersuchen die KollegInnen von GIM analytics das Mobilitätsverhalten der Deutschen während der erlassenen Ausgangsbeschränkungen.

 

Wie fühlen sich die Deutschen?

Für die dritte repräsentative Studie haben wir vom 3. bis 8. April 1.020 Onlineinterviews durchgeführt. Ein Kernergebnis: Die Mehrheit der Deutschen lässt sich von Corona nicht das Leben bestimmen. Obgleich zwei Drittel der Befragten davon überzeugt sind, dass unsere Gesellschaft „nach Corona“ eine andere sein wird, so blickt die überwiegende Mehrheit zumindest verhalten optimistisch in die Zukunft. Zwar sehen 87% der Befragten Deutschland in einer „sehr großen Krise“ – lediglich ein knappes Fünftel aller Deutschen schätzt dies jedoch für sich selbst so ein. Über unsere Ergebnisse hat bspw. der Stern berichtet.

Die Corona-Pandemie wirkt sich auf vielen Ebenen aus, so beeinflusst die aktuelle Situation auch unsere Wertevorstellungen. Mit der Frage, wie sich diese in Zukunft verändern, beschäftigen sich aktuell die Zukunfts- und Werteforscher von GIM foresight. Soviel können wir schon verraten: Aktuell führt GIM foresight ein Update der Werte- und Zukunftsstudie „Values & Visions 2030“ durch, um die Neujustierung von Erwartungen, Sehnsüchten, Hoffnungen und Befürchtungen auf der Werte-Ebene beschreiben zu können. Auf dem GIM foresight Blog bleibt ihr zu dieser Studie auf dem Laufenden.

Die Kontaktdaten unserer AnsprechpartnerInnen findet Ihr in den GIM Corona FAQs.

 

Bei Fragen zu den Studienergebnissen könnt ihr euch gerne jederzeit an unser PR-Team wenden (marketing@g-i-m.com). Wenn Ihr wissen möchtet, welche Möglichkeiten es momentan gibt, um validen Research zu betreiben, wendet euch gerne an Alexandra Wachenfeld-Schell (für Fragen zur CATI-Forschung), Sebastian Maetje (bei Fragen zur qualitativen Forschung) oder an Ron Degen (bei Fragen zur Onlineforschung). Die Kontaktdaten der drei findet Ihr in den Corona-FAQs.

Verwandte Beiträge

Leave a comment

Geben Sie Ihre Email-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und Sie erhalten Benachrichtigungen über neue Beiträge per Email.


 

Privacy Preferences
When you visit our website, it may store information through your browser from specific services, usually in form of cookies. Here you can change your privacy preferences. Please note that blocking some types of cookies may impact your experience on our website and the services we offer.