Project Ara: Erstes modulares Smartphone von Google

Im Rahmen des Projekts Ara hat sich Googles Arbeitsgruppe ATAP (Advanced Technologies and Products) der Umsetzung eines modularen Smartphones gewidmet. Gemeinsam mit Motorola-Ingenieuren und dem Niederländer Dave Hakkens, dem Gründer des Phonebloks-Konzepts, wurde das Baukasten-Smartphone Spiral 3 entwickelt, das noch in diesem Jahr in Südamerika auf dem Markt erscheinen soll.

Das Prinzip: Das Handy besteht aus einem Grundgerüst, dem sogenannten “Endoskelett”, in das verschiedene Module mittels Elektropermanent-Magnet eingesteckt werden können. Das Skelett soll es in drei verschiedenen Größen und Preisklassen geben. Auf der Vorderseite befindet sich ein großes Display sowie Platz für eine Frontkamera. Auf der Rückseite gibt es acht flache Andockflächen in die sich Komponenten wie Kamera, Bluetooth, USB Port, Nachtsichtgerät oder etwa Akku platzieren lassen. Das Basisgerüst samt Technik soll von Google zur Verfügung gestellt werden, die einzelnen Bausteine von Drittanbietern wie etwa Yezz oder Toshiba.

Die Modularität soll jedem Nutzer ermöglichen, das Smartphone an die persönlichen Anforderungen und Bedürfnisse anzupassen, indem einzelne Komponenten ganz einfach ausgetauscht bzw. aufgerüstet werden. Wenn man beispielsweise keinen Wert auf eine Handykamera legt, dafür aber auf eine lange Akkulaufzeit, dann kann der Nutzer sein Handy entsprechend individualisieren. Möchte man irgendwann die Auflösung der Kamera verbessern, so muss nicht gleich ein komplett neues Handy gekauft werden, sondern man wechselt einfach das Kameramodul aus.

Je nachdem, wie nützlich bzw. interessant die Module erachtet werden, desto erfolgsversprechender wird das Gesamtkonzept der modularen Smartphones sein. Den Ideen für kreative Komponenten sind jedenfalls so gut wie keine Grenzen gesetzt. Es wären zum Beispiel Module denkbar, die mit Solarzellen ausgestattet werden: So ließe sich das Smartphone per Sonnenenergie aufladen. Welche Module sich letztendlich durchsetzen werden, entscheiden aber am Ende natürlich die Konsumenten, bzw. Nutzer.

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