Pepsi-Werbung sorgt für digitalen Shitstorm

Eine neue Kampagne des Softdrink-Giganten Pepsi sorgt aktuell vor allem im Netz für viel Aufregung: für den amerikanischen Markt wurde ein Video produziert, das Mitte letzter Woche auf Youtube veröffentlicht wurde. Der knapp 2 Minuten lange Clip mit dem Titel „Jump In“ zeigt unter anderem den Social-Media-Star Kendall Jenner, die in den letzten Jahren allein auf Instagram über 77 Millionen Fans gewinnen konnte.

Die Geschichte des Clips ist schnell erzählt: eine Gruppe von Menschen bewegt sich durch eine belebte Straße und demonstriert, unter anderem mit Schildern die generische Titel tragen wie „Join The Conversation“, „Peace“ und „Love“. Jenner wird im Laufe des Clips auf die Demonstration aufmerksam und schließt sich ihr kurzfristig an. Gegen Ende des Clips überreicht sie einem Polizisten, der die Demonstration beobachtet, eine Dose Pepsi. Die Geste wird sowohl von den Demonstranten, als auch von den Polizisten als Friedensangebot gefeiert. Im Anschluss endet das Video mit dem Motto „Live Bolder“.

Minuten nach Veröffentlichung des Videos meldeten sich erste kritische Stimmen, die es als „tone deaf“ und „absurd“ bezeichneten. Auf Facebook, Twitter und Youtube kamen im Laufe eines Tages hunderttausende Kommentare von Nutzer zusammen, die das Video allesamt als oberflächlich und unangemessen verurteilten. Allein auf Youtube hat das Video auf dem offiziellen Kanal von Kendall Jenner nahezu 26.000 Kommentare erhalten, viele davon überaus negativ. Auch international haben zahlreiche Publikationen wie New York Times oder SPIEGEL ONLINE über den Sturm der Entrüstung bzw. über das Video selbst berichtet und dieses kritisiert.

Die Hauptkritik daran ist, dass vor allem die „Black Lives Matter“ Bewegung beziehungsweise jede Art des zivilen Ungehorsams in den USA durch das Video trivialisiert beziehungsweise entpolitisiert würde. Sogar Bernice King, die Tochter von Martin Luther King, meldet sich mit einem Kommentar auf Twitter zu Wort:

Inzwischen hat Pepsi das Video offiziell zurückgezogen und sich sogar öffentlich dafür entschuldigt:

Festzuhalten bleibt letztlich, dass Pepsi durch das Video sehr viel mediale Aufmerksamkeit erhalten hat. Böse Zungen behaupten sogar, dass Pepsi den Clip bewusst so gestaltet hat, dass er negative Reaktionen hervorruft, um die Marke wieder ins Gespräch zu bringen.

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