Mut zur Wut 2018 – out now!

Es ist es ja nicht so, dass alles schlecht ist in der Welt – trotz Klimawandel und Trump. Bei uns ist zum Beispiel die Arbeitslosigkeit niedrig, Wölfe streichen wieder durch unsere Wälder und in der Elphi wird inzwischen auch musiziert. Und doch, auch nach Wegfiltern des professionellen Negativismus der (allermeisten) Medien: vieles läuft schief in der Welt. In der internationalen Politik, im humanitären und gesellschaftlichen Miteinander und natürlich auch was die Zerstörung der Erde durch uns selbst angeht. Das macht wütend, diese Wut muss raus, es ist wieder Zeit für „Mut zur Wut“, den internationalen Plakatwettbewerb.

Die Motive sprechen für sich…

In aller Kürze worum es geht: Künstler und Designer aus allen Kontinenten gestalten Motive, die politische, soziale, ökonomische und ökologische Missstände anprangern. Eine internationale Fachjury prämiert dann 100 Finalisten (die zurzeit wieder im Heidelberger Justizministerium ausgestellt werden), von denen 30 Poster dann auch für mehrere Wochen im öffentlichen Raum im Rhein-Neckar Raum plakatiert werden. Das Festival feiert 2019 sein 10jähriges, wir unterstützen es von Beginn an. Mitbegründer und Jurymitglied Götz Gramlich ist seit langem Teil unseres Partnernetzwerks. Soweit die Eckdaten, nun zu den Motiven.

Die haben es wieder in sich und thematisieren dabei erneut eine (man ist geneigt zu sagen „leider“) breite Range an Themen, die sich auf unterschiedlichen Ebenen bewegen. Die Trump- und Erdogan-Fokussierung des letzten Jahres hat dabei etwas nachgelassen. Heuer geht es (neben „Blockbustern“ wie dem Klimawandel) unter anderem um Massentierhaltung, krankhafte Nutzung von Smartphone und sozialen Medien, um die korrupte Geldmaschine Fussball-WM, Gender-Ungerechtigkeit, Missbrauch von Frauen, die rechte Hetze der „BILD“, u.v.m.

Wir machen es kurz, denn die Motive sollen für sich sprechen: wiederum einige tausend Einreichungen aus über 50 Ländern, viele spektakuläre und wichtige Motive, viel Nachdenken, hoffentlich viele Diskussionen. Bleibt uns – wie stets: Dank und Lob an Initiatoren, Jury und alle Teammitglieder. Und weiterhin viel Strahlkraft und Esprit für die Zukunft. Die „MacherInnen“ von Mut zur Wut freuen sich über Zupruch und Kritik, Austausch und „Sharen“ des Projekts. Und jeden anderen Support. Macht mit!

Blick von oben auf die aktuelle Vernissage der 100 Finalisten (im Heidelberger Justizgebäude; copyright: Laura Bechtold / GIM)

Hier bekommt Ihr einen Überblick über die Initiative und über Motive (aus allen Jahren): http://mutzurwut.com/

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