Marketing abseits vom Mainstream (Teil 3): Deutsche Anwaltauskunft

Vor wenigen Wochen machte eine Reihe von Fotos die Runde durch das World Wide Web: sowohl auf Nachrichten-Seiten, als auch in sozialen Medien wurde über einen Ehemann – Martin G. – berichtet, der nach der Scheidung von seiner Frau das Thema Gütertrennung sehr wörtlich nahm: kurzerhand zerschnitt er alle gemeinsamen Habseligkeiten in zwei Hälften, angefangen bei Vinyl-Platten, über ein Bett, Stühle, einen Laptop, bis hin zu einem kompletten Auto.

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Das Thema Gütertrennung hat Martin G. sehr wörtlich genommen

Die zerteilten Gegenstände stellte er danach auf der Auktions-Plattform eBay zum Verkauf bereit. Unter dem Titel „für laura“ hat Martin G. zusätzlich ein Video auf Youtube gepostet, dass ihn live dabei zeigt, wie er unter anderem einen Fernseher und das erwähnte Auto zerschneidet. Das Video verzeichnet heute, nur knapp einen Monat nach dem Upload, knapp sieben Millionen Zuschauer.

Nachdem diverse Medien – auch außerhalb Deutschlands – über die ungewöhnliche Aktion von Martin G. berichtet hatten, stellte sich überraschenderweise heraus, dass es sich um eine clevere, virale Marketing-Kampagne handelte. Die in der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannte Deutsche Anwaltsauskunft – die Interessenvertretung der Deutschen Anwaltschaft – hatte eine Werbeagentur mit der kreativen Kampagne beauftragt, um sich bekannter zu machen.

Immerhin: die „halben Sachen“ konnten wirklich bei eBay ersteigert werden. Die entsprechenden Einnahmen spendet die Deutsche Anwaltsauskunft für einen guten Zweck.

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