Markenkampagne mit Haltung: mensch, wach auf!

Es ist noch gar nicht lange her, da hatten wir es an dieser Stelle von den Herren Trump und Erdogan. Die Treuen unter Euch wissen: Es ging dabei um die 2017er Kampagne von Mut zur Wut. Heute haben wir die bizarr regierenden Staatslenker erneut im Angebot. Und zu ihnen gesellt sich ein weiterer Präsident, der es mit Demokratie und Recht nicht allzu genau nimmt: Vladimir Putin. Die Drei sind Testimonials einer bemerkenswerten Kampagne von Fritz-Kola, die der Brausehersteller im Vorfeld des diesjährigen G20-Gipfels in Hamburg gelauncht hatte: „mensch, wach auf!“

Die Kampagne ist zunächst eine schallende Ohrfeige für die – stets von vielen NGOs kritisierten – Institution des G20-Gipfels. Sie reicht aber weiter, indem sie BundesbürgerInnen angesichts vieler globaler Missstände (Klimawandel, Demokratie-Beschneidungen, soziale Ungleichheit, etc.) zu mehr gesellschaftlichem Engagement aufruft. Und indem sie eben symbolisch die Präsidenten aufwecken soll, damit diese Probleme lösen –  anstatt sie zu verursachen.

Die erschlagende Mehrheit der Menschen weltweit dürfte sich den permanent polternden US-Präsidenten wohl eher so wünschen. Dennoch möchte Fritz-Kola ihn aufwecken…

Neben den beeindruckenden Portraits der Präsidenten (die im öffentlichen Raum in Hamburg zu bewundern waren), arbeitete „mensch, wach auf!“ medial unter anderem mit dem viralen Spot unten. Darin findet sich der Aufruf, unter dem Hashtag #menschwachauf auf Instagram oder Twitter Ideen zu posten, um die Welt ein wenig besser zu machen. Fritz-Kola „belohnte“ jeden hilfreichen Post mit einer Spende für einen wohltätigen Zweck.

Fazit: Eine bemerkenswerte Kampagne mit Haltung, die man so von Marken eher selten (vielleicht zu selten) sieht. Und deren Zielsetzung erstaunlich mit der von Mut zur Wut übereinstimmt. Aus Marketingsicht könnte man sagen: Eine brand Kampagne, die es allemal verdient gehabt hätte, in den Massenmedien gezeigt zu werden. Macht aber nichts, Hauptsache, es gibt sie überhaupt – und dass sie erfolgreich war…

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