In 48 Stunden die Welt verändern… oder so ähnlich

Unsere Research Manager Inga Triemel und Lisa Rackwitz haben im März den Cologne Service Jam (der Kölner Standort des Global Service Jam) besucht. An drei Tagen wurde hier in Köln und weltweit gebrainstormed, gejammt und so die unterschiedlichsten Produkt-Prototypen entwickelt.

Ursprünglich kommt der Begriff „Jam“ aus der Musikszene und bezeichnet ein zwangloses und improvisiertes Musizieren. Der Global Service Jam basiert auf dieser Idee: Menschen aus aller Welt kommen zusammen und werden gemeinsam kreativ. Wie auch beim Jammen mit Gitarre, Bass und co. stehen hier Taten im Vordergrund, ganz nach dem Motto „Show don’t Tell“.


„Show don’t Tell“ – das Motto des Global Service Jam

Der Global Service Jam ist ein weltweites Event. In allen teilnehmenden Städten wird an einem Wochenende zeitgleich gearbeitet. Am ersten Jam-Tag wird per Video Botschaft ein Thema verkündet. Die Themen werden bewusst sehr offen gehalten, sodass in ganz unterschiedliche Richtungen gedacht werden kann. Das Thema bei dem besagten Jam lautete „YES NO MAYBE“.

Nach der Bekanntgabe des Themas haben alle Gruppen bis Sonntagnachmittag Zeit, ihren Output zu gestalten. Den Weg dorthin bestimmen viele Brainstorming-Sessions und Wände voller bunter Post-Its. Ziel des Jams ist die Erstellung eines Produkt-Prototyps. Gruppen können frei entscheiden mit welchen Techniken sie die Prototypen entwickeln, beliebt sind beispielsweise Sketching, Paper Prototyping, Theatrical Methods oder Investigative Rehearsals. Ein weiteres wichtiges Element eines jeden Jams ist die Antwortsuche auf der Straße. Ganz im Sinne der „Scheitere früh“-Mentalität des Design Thinkings führen die Gruppen Straßen-Befragungen durch, um so schnell ein Gefühl für die Relevanz ihrer Produktideen zu bekommen.


Die Räumlichkeiten des denkwerks in Köln

Inga und Lisa arbeiteten in Gruppen, die das Thema „YES NO MAYBE“ mit der persönlichen Entscheidungsfindung und Beeinflussung in Verbindung brachten. Der Prototyp aus Lisas Gruppe kann als Entscheidungshilfe-Tool beschrieben werden. Nutzer von „SOLVR“ können Fragestellungen sowie pro und cons auf eine Sprachmemo aufsprechen, die die Entscheidung visualisiert und somit erleichtert. Ingas Gruppe wiederum entwarf die App „MEaning“, die vor allem Jugendliche dafür sensibilisieren soll, wie sehr ihre Entscheidungen von den Sozialen Medien beeinflusst werden. Neben Befragungen auf der Straße arbeiteten beide Gruppen sehr visuell, mit Scribbles und Post-Ist.


Die Teilnehmer des Cologne Service Jam

Der Global Service Jam ist ein wachsender Pool an außergewöhnlichen und zukunftsorientierten Ideen. Dass die meisten Ideen nicht realisiert werden, spielt hier keine große Rolle – in erster Linie geht es um Inspiration und Austausch. Inga und Lisa beschreiben ihre Jam-Erfahrungen als sehr erfrischend: „Der Jam schaffte einen Raum, in dem man auch verrückte Ideen anstoßen und weiterspinnen konnte. Zudem hatten die Teilnehmer ganz unterschiedliche Hintergründe wodurch viele spannende Diskussionen entstanden“.

Bei einem Global Service Jam kann jeder teilnehmen, der Interesse an Design und Entwicklung hat. Alles zum Hintergrund, kann hier nachgelesen werden. Eine Übersicht über alle JamCities findet ihr hier.

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