Google Duplex – Digitale Assistenz der Zukunft?

Die Zukunft gehört der Stimme. Dieser Satz wird ist Zusammenhang mit IT-Technologien inzwischen geradezu ein Gemeinplatz. Gemeint ist damit, dass in Zukunft viele Technologien nicht mehr über manuelle Eingabe bedient werden sollen, sondern über Sprache. Als Fantasie und Utopie begleitet uns diese Vorstellung schon seit Jahrzehnten. Langsam, aber sicher nähert sich die Wunschvorstellung in diesem Bereich jedoch der Wirklichkeit. Nachrichtendienste wie WhatsApp werden immer mehr über Sprachnachrichten genutzt, auch SMS und E-Mails können heute einfach diktiert und automatisch in Schrift übersetzt werden. Auch Dienste wie Alexa von Amazon können lediglich über Sprachkommandos bedient werden.

Google arbeitet seit einer Weile an einer Technologie, die Sprach-Assistenz noch weiter revolutionieren soll. Das Projekt nennt sich aktuell „Google Duplex“ und wurde von Google-CEO Sundar Pichai letztes Jahr auf der Google-I/O-Konferenz zum ersten mal vorgestellt.

Die Idee ist dabei so simpel wie effektiv: Die KI-Engine von „Duplex“ soll uns in Zukunft bestimmte kleine Aufgaben im Alltag mit Hilfe eines täuschend echt klingen Sprachcomputers abnehmen. Vorgestellt hat Google bisher drei Szenarien, in denen der Bot funktioniert: Reservierungen in Restaurants, Termine z.B. beim Friseur und die Abfrage von Öffnungszeiten. „Duplex“ kann in diesen Fällen die entsprechenden Restaurants anrufen und mit dem Mitarbeiter vor Ort eine „echte“ Konversation führen, das heisst dynamisch auf das reagieren, was die Person am anderen Ende der Leitung sagt. Die computergenerierte Stimme klingt dabei täuschend echt, wie ein Demo-Video zeigt:

In den USA kann die Technologie seit November 2018 bereits genutzt werden und funktioniert, wie die folgenden Videos zeigen, nahezu reibungslos:

In diesem Zusammenhang stellen sich natürlich auch ethische bzw. moralische Fragen wie die, ob ein Computer sich in Zukunft in der Kommunikation mit Menschen immer als solcher zu erkennen geben muss, und wo genau die Grenzen des Einsatzes eben solcher Dienste liegen. Wir sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen in diesem Feld!

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