„Gimme more“: Die GIM Band im Interview

Unsere GIM Band rockt seit nunmehr fast zwei Jahren interne Veranstaltungen wie das GIM Camp oder auch unsere Weihnachtsfeiern. Aber sie hatte im letzten Jahr auch ihren ersten offiziellen „externen“ Auftritt: Und das ausgerechnet auf dem Jahres-Event der Branche, der internationalen Marktforschungsmesse „Research & Results“ in München. Der Auftritt auf der „R&R“ war seinerzeit sogar Gegenstand der Berichterstattung im führenden Online-Portal unserer Zunft, marktforschung.de, unter der witzigen Headline „Gimme more„. Die Band ist auch in diesem Jahr wieder am Start – Anlass genug,  um sich mit zwei Bandmitgliedern mal in Ruhe hierüber und über andere Band-Themen zu unterhalten. Stellvertretend für den Rest der Band geben uns Manuel Fastuca und Florian Glatz einen aktuellen Einblick ins Band-Leben…

Hallo Manuel und Flo, herzlich Willkommen zu unserem Radar-Interview – und: Welcome on stage 🙂 Seit knapp zwei Jahren existiert inzwischen die GIM Band. Manuel: Kannst Du bitte kurz erzählen, wie es zur Band Gründung dazu kam?
Manuel: Ich glaube es war 2008, da gab es schon Mal einen ersten Versuch, die GIM zur damals bevorstehenden Weihnachtsfeier mit dem Act einer eigenen Band zu überraschen. Die Kollegen Sebastian Klein (Lead Vocals, Gitarre, Anm. d. Red.), Benny Dennig (Schlagzeug) sowie unser Ex-GIMmie René Kaufmann und ich waren damals die Initiatoren. Zu mehr als einer Probe war es seinerzeit aber nicht gekommen – das Projekt schlief wieder ein…

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Von wegen „eingeschlafen“: Der eine hellwach an den Saiten (Manuel, links), der andere konzentriert und versunken in das Sax-Solo (Florian): Unsere Interviewpartner als „Radar-Abgesandte“ der GIM Band

…und ist dann aber aus dem Dornröschenschlaf wieder erwacht?
Manuel: Genau! Als ich bei unserer Weihnachtsfeier in der alten Weinfabrik im Jahr 2013 erfuhr, dass wir einen Kollegen neu in der GIM hatten, der Bass spielt – nämlich Tobi Mehl – sprach ich ihn gleich an und konnte ihn spontan für einen zweiten Anlauf gewinnen. Sebastian und Benny waren eh‘ mit von der Partie, und so nahm die Geschichte ihren Lauf…

Und diesmal klappte es…
Manuel: Ja, nach relativ kurzer Zeit kamen dann noch Lena Steinle (Keyboard), Christina Piper (ebenfalls Keyboard), Clemens Breuninger (Schlagzeug) und eben Flo Glatz (u.a. Saxofon) dazu. Seit kurzem auch noch Marion Tamme de Aquista und Felix Degenhardt (beide mit eigenen Gesangsfeatures & backing vocals).

Ihr seid ziemlich gewachsen…
Flo: Auf jeden Fall – und natürlich freuen wir uns über den Zuwachs sehr!

Welche Instrumente spielt Ihr?
Manuel: Nichts, wo man reinblasen muss. Ansonsten bekomme ich aus ein paar Instrumenten durchaus brauchbare Töne raus, zum Beispiel auf der Gitarre.

Flo: Manuels Defizite hinsichtlich Blasinstrumente kann ich zumindest teilweise auffangen: Ich bin mit Saxophon, Klarinette und Querflöte dabei.

Und wie und wann seid Ihr zu „Euren“ Instrumenten gekommen?
Manuel: Mit zehn oder zwölf Jahren habe ich angefangen, auf einer Wandergitarre zu schrammeln…

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Da war er schon einen Tick weiter als mit der Wandergitarre: Manuel sammelt erste Band- und Gig-Erfahrungen…

Flo: Ich komme aus einer sehr musikalischen Familie. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis auch meine Brüder und ich mit von der Partie waren.

Wie sieht Euer musikalisches Leben vor der GIM Band aus?
Flo: Oh, da gibt’s einiges…Angefangen habe ich als Teenie in einem Musikverein in meinem Heimatdorf im Schwarzwald, allerdings entdeckte ich dann schnell die Liebe zu Jazz & Big Band. Durchstarten konnte ich so ab dem Alter von 16, ab dann spielte ich im BundesJazzOrchester bei Peter Herbolzheimer – Erfahrungen die man nicht missen möchte.

Ein Großer seiner Zunft – das weiß sogar ich, obwohl ich nicht wirklich ein Big Band-Kenner bin…
Flo: Aber von Deiner Alters-Kohorte her macht es Sinn, dass Du ihn kennst 🙂

Herzlichen Dank, Herr Kollege, für die Blumen – können wir fortfahren mit dem eigentlichen Thema?
Flo: Ja klar! Seit 2008 bin ich auch noch Teil von Peter Herbolzheimer’s European Jazz Academy, ein Projekt das glücklicherweise auch noch über Herbolzheimer’s Tod hinaus bestehen geblieben ist. Nebenher mache ich im Moment die verschiedensten Sachen: größere und kleinere Formationen, Genre egal. Hauptsache es macht Spaß!

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Die GIM Band nach dem Camp 2014. Bis auf unseren Ex-Bassisten Tobi Mehl (dritter von rechts) sind noch alle dabei: Von links Manuel, Benny (kniend), Sebastian, Lena, Clemens, Florian, Tina. Es fehlen Marion und Felix (erst seit 2015 dabei).

Manuel: Richtig gelernt habe ich eigentlich Violine und Viola im Jugendsymphonieorchester. Aber das war irgendwann nicht mehr cool genug. Dann kamen E-Gitarre, Schlagzeug und Keyboards dazu. Autodidaktisch. Ab den späten 80ern hatte ich zusammen mit drei weiteren Schulfreunden über zehn Jahre eine eigene Band. In der Big Band der Musikschule meiner Heimatstadt war ich kurze Zeit Gitarrist. Aber die haben mich recht schnell wieder rausgeschmissen, weil ich so schlecht war.
Für MTV Europe habe ich die Filmmusik zu einem Kurzfilm komponiert, der war Ende der 90er on Air. Und für zwei GIM-Filme habe ich ebenfalls die Musik geliefert.

Ou, ein musikalischer Tausendsassa! Inwieweit hat sich die Band denn aus Eurer Sicht weiterentwickelt?
Flo: Die Band ist definitiv gewachsen. Wie vorhin schon gesagt erstmal personell. Und als Folge davon auch was die Instrumente angeht, zum Beispiel unsere beiden Keyboarderinnen Lena und Tina oder auch unsere letzten Neuzugänge: Marion und Felix mit Vocals. Stichwort Keyboard: Da hat unsere Geschäftsführung kürzlich in ein neues, sehr gutes Instrument investiert – finden wir natürlich super!

Ich kann mich an vier Auftritte von Euch erinnern. Was war denn bislang Euer persönliches Highlight?
Manuel: Für mich ganz klar die letzte Weihnachtsfeier. Weil wir seitdem ein richtig tolles Repertoire haben und weil Tobi seinerzeit noch dabei war am Bass und Kontrabass. Ansonsten ist eigentlich jeder Auftritt super, weil unser Publikum einen wesentlichen Beitrag dazu leistet, dass daraus jedes Mal wieder ein großartiges Event wird. Und unser Publikum besteht aus den Kollegen der GIM. Und die sind halt einfach super.

Flo: Ich fand auch jeden Auftritt bis jetzt wunderbar, es macht einfach Spaß. Und ich bin sicher, dass auch noch eine ganze Reihe weiterer super Auftritte folgen werden. In Erinnerung bleibt aber natürlich auch der Auftritt bei der Research & Results 2014.
Ein wunderbarer Ausklang eines Messe-Tages mit Bier & Musik – fanden nicht nur wir super 🙂 Umso besser, dass wir auch dieses Jahr wieder am Start sein werden in München!

Und was war bislang die größte Herausforderung rund um einen „Gig“? Gab’s mal Stromausfall? Zoff in der Band? Sonstwas?
Manuel: Es gibt keinen Zoff in der Band. Wir haben immer genug Bier bei den Proben.

Flo: Zoff? Was ist das?

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Harmonie zahlt sich aus: Die Band auf der Research & Results 2014 – „abgelichtet“ und Gegenstand der Berichterstattung von marktforschung.de (© marktforschung.de)

So harmonisch läuft das bei Euch? Und ich dachte, da fliegen auch mal die Fetzen. Aber Ihr seid ja nicht Oasis 🙂 Wie müssen wir uns denn die Repertoire-Planung vorstellen?
Flo: Es gibt einfach unfassbar viele gute Songs. Deshalb ist eigentlich die Begeisterung bei so gut wie jedem Vorschlag groß. Allerdings sind wir natürlich keine professionellen Musiker, deshalb gibt es dann natürlich auch spielerische Grenzen, die den einen oder anderen Song für uns dann leider nicht umsetzbar machen. Probieren geht aber über studieren – deshalb: wir probieren alles erstmal aus.

Unsere beiden Geschäftsführer Stephan Teuber und Wilhelm Kampik sind ja große Fans von Euch, aber auch klassischer Musik. Haben Sie schonmal versucht, Euch einen Bach unterzujubeln?
Flo: Bisher nicht, aber da wir jetzt ja mit Sebastian Bönisch einen neuen Kollegen und Violinisten bei GIM Berlin haben, wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch die GIM Band ins Crossover-Geschäft einsteigt 🙂

Wo geht die Reise hin, wo seht Ihr die GIM Band in drei Jahren? Oder habt Ihr da eher keine „Vision“ und lasst alles auf Euch zukommen – lässig wie Musiker eben sind? 🙂
Flo: Wir leben da so in den Tag hinein. Streng nach dem Motto: „Der nächste Gig ist der wichtigste!“. Wir haben im Moment Spaß und das ist alles was zählt.

Na, wenn das kein Schlusswort ist. Aber einen hab‘ ich noch: Was ist jeweils Euer Lieblings-Song und welches Stück spielt Ihr am liebsten?
Manuel: Schwer zu sagen – eigentlich die Stücke, bei denen alle zum Einsatz kommen.

Flo: Die härteste Frage am Schluss…aber eigentlich auch wieder ganz einfach: Ich find‘ den Mix, den wir spielen, wunderbar und ich will keinen Song missen.

Manuel und Flo: Herzlichen Dank an Euch! Wir freuen uns schon auf kommende Gigs und wünschen Euch und der Band alles Gute!

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Comments (2)

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