Quantitative Marktforschung bei GIM Numeric: Florian Glatz

Seit Februar 2013 bin ich Teil der GIM, und zwar im „Headquarter Heidelberg“. Nachdem ich in jenem Jahr erfolgreich mein Traineeship bei GIM Numeric absolviert hatte, bin ich nunmehr als Junior Research Manager tätig.

Meine Welt ist die der Zahlen und Daten, der Excel-Tabellen und Syntaxen: ich bin Teil des GIM Numeric-Teams – und da geht es um quantitative Marktforschung. Und das inzwischen in größerem Umfang: von den insgesamt 115 festangestellten GIMmies arbeiten inzwischen über ein Drittel im quantitativen Bereich.

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„Pilot-Absolvent“ eines neuen Studiengangs
Nach dem Soziologie- und VWL Studium am Bodensee in Konstanz verschlug es mich für den Master erstmal ins Ruhrgebiet (BVB-Fan!). Dort wurde ich nach insgesamt zehn Semestern (Bachelor plus Master) zum allerersten Absolventen des Masterstudiengangs „Survey Methodology“ an der Universität Duisburg-Essen. Der neue Studiengang fokussiert vor allem auf quantitative empirische Erhebungsmethoden und Statistik. Und nach einigen Praktika und einer Werkstudententätigkeit in einem MaFo-Institut während des Studiums, ist die GIM nunmehr mein erster Arbeitgeber in Festanstellung.

Mit meiner Kollegin Julia Haug – Senior Studienleiterin in der quantitativen ad hoc Forschung – bin ich in diesem Jahr in ein schickes Büro mit Dachschrägen „umgezogen“. Anders als Julia bin ich vorrangig für eine große internationale Tracking-Studie im Automobilbereich aktiv. Im Rahmen einer solchen Studie werden sehr viele Konsumenten über einen längeren Zeitraum in unterschiedlichen Ländern der Erde in regelmäßigen Abständen zu bestimmten Marken- und Werbe-Aspekten befragt. Die Auftrag-gebenden Unternehmen nutzen die Daten aus solchen Studien beispielsweise zur Optimierung ihrer Marketingaktivitäten. Ich bin dabei zuständig für die Gestaltung von Fragebögen sowie das Datenmanagement, d.h. ich bereite beispielsweise Datensätze so auf, dass sie optimal analysiert werden können.

Was Menschen mit weniger Liebe zu den Zahlen abschrecken mag, fasziniert mich: in einem endlosen Wust von Zahlen Muster und Zusammenhänge zu erkennen, diese zu interpretieren und dann Hypothesen aufzustellen, finde ich einfach ziemlich cool. Genauso wie neueste statistische Auswertungsverfahren nutzen zu können, weil die Datensätze, die ich bearbeiten muss (äh: DARF :-)) groß genug dafür sind. Entsprechende Prozesse zu optimieren und zu automatisieren – und das im Rahmen internationaler Studien: das ist, was mir (als „Erbsenzähler“) am meisten Spaß macht.

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Wenn die Big Band ruft…
Wenn abends die schwere Holztür des beeindruckenden GIM-Altbaus in der schmucken Heidelberger Weststadt hinter mir zuschlägt, wartet nicht weniger Abwechslung auf mich. Denn auch privat geht es bei mir recht bunt zu.

Die Musik ist seit jeher meine große Leidenschaft. Seit 1997 spiele ich Klarinette, fünf Jahre später ging’s dann ans Saxofon. Seitdem spiele ich auch und vor allem als Saxophonist in Big Bands (momentan im „benachbarten“ Mannheim). Einer meiner früheren Lehrer war ein ganz Großer der Zunft: ich hatte die Ehre, eine ganze Weile unter Peter Herbolzheimer, einem der größten Big Band Leader in Europa, spielen zu dürfen. Das prägt natürlich. Bis heute bin ich in dieser Band aktiv, allerdings unter anderer Führung, da Peter Herbolzheimer leider 2010 verstarb. Umso mehr freue ich mich, dass es einige Menschen gibt, die alles dafür tun, die Band weiterzuführen und Peters Musik damit weiterzuspielen. Daneben bin ich seit ein paar Jahren im Management der European Jazz Academy tätig.

Florian wird zu „Narro“
Die Heidelberger Region ist ja nicht gerade als Karnevalshochburg bekannt. Umso exotischer muss es den Leuten hier (vermutlich auch manchen Kollegen :-)) vorkommen, dass ich an ein paar wenigen Tagen im Jahr einem recht ungewöhnlichen Hobby nachgehe: Fasnacht!

Ich stamme ursprünglich aus Villingen im Schwarzwald – einer Hochburg der alemannischen Fasnacht. Närrisches Treiben hat hier eine lange Tradition: es ist nachgewiesen, dass die Villinger Fasnacht bis ins Jahr 1494 zurückreicht. Über die Region hinaus bekannt ist dabei die historische Figur „Narro“ mit ihrem beeindruckenden (manch einer sagt: furchteinflößenden) Antlitz: Narro trägt als markanteste Merkmale eine geschnitzte Maske aus Lindenholz, ein bemaltes Leinengewand sowie einen überdimensionierten weißen, gestärkten Kragen – und (über die Schultern hängend) vier Riemen mit „Rollen“ (Glocken) aus Messing oder Bronze.

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Tradition, Kult – und jede Menge Spaß: Ich als Narro (links)

Eine faszinierende und krasse Sache ist das alles in allem. Aber wenn man ehrlich ist und es rational betrachtet, dann ist das ein relativ großer Schwachsinn: sich knapp 20kg Metallkugeln an die Schultern zu hängen und sich so zu maskieren, dass man kaum Luft bekommt und höllisch schwitzt. Und das alles für 2 Tage im Jahr. Trotzdem wartet man ab Aschermittwoch darauf, dass es im nächsten Jahr endlich wieder losgeht. Schon irre, oder?

Manchmal darfs auch „nur“ Kino sein
Big Band und Fasnacht also. Ja, es geht auch eine Spur alltäglicher in Sachen Hobbies: Entspannung vom Arbeitsalltag suche ich oft im Kino: Ich gehe mit ein paar Freunden eigentlich jede Woche in die Sneak Preview. Ich schaue sehr gerne Filme und lasse mich gerne überraschen – da ist die Sneak die perfekte Kombination. Der Kinobesuch ist fester Bestandteil des Terminkalenders geworden, da muss schon einiges passieren, dass wir mal nicht gehen. Der besondere Reiz dabei: man schaut sich oft Filme an, die man gezielt wohl nie besuchen würde.

Das wars von meiner Seite – Euch wünsche ich noch viel Spaß beim Lesen anderer Blog-Beiträge.

Von Florian Glatz

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