GIM @Connected Living: Das Smart Home der Zukunft

Smarte Technologien sind bekanntermaßen längst auf dem Vormarsch in privaten Haushalten und gehören teils heute schon zum festen Bestandteil unserer Wohnkultur. Smart Home Technologien sollen Konsumenten vor allem Entlastung und Komfort im alltäglichen Leben bieten. Gleichzeitig dominiert die Angst vor Kontrollverlust und Sicherheitslücken noch die Debatte um die smarte Lebensweise. Uns treibt indes die Frage um: Welche Bedürfnisse werden die Menschen künftig in Sachen Smart Home haben?

Antworten gesucht haben Teilnehmer des Workshops „Smartes Wohnen in der Zukunft“, der Ende April in Berlin stattfand – mit der GIM mittendrin. Gemeinsam mit dem Verein Connected Living organisierten unsere KollegInnen Anna Sive, Bastian Fischer und Dr. Hannes Fernow diesen zukunftsweisenden Workshop. Ziel der Veranstaltung: herausfinden, was Konsumenten beim Thema Smart Home in Zukunft konkret wichtig sein wird.

Was wird Konsumenten in Zukunft beschäftigen? – Ideensammlung mit Dr. Hannes Fernow am Flipchart
Die Konsumenten 2030: selbstbestimmt und komfort-liebend

Die Workshop-Idee basiert auf der GIM Studie Values & Visions 2030, die den gesellschaftlichen Wertewandel untersucht. Erste Herausforderung des Workshops: die generellen Studienergebnisse mussten auf den speziellen Kontext des vernetzten Lebens übertragen werden. Drei Gruppen nahmen sich dafür erstmal parallel der Charakterisierung der „Konsumenten 2030“ an. Hinsichtlich der Bedürfnisse waren sich alle einig: in Zukunft werden wir noch selbstbestimmter handeln, vermehrt individuelle Selbstverwirklichung anstreben und gleichzeitig maximalen Komfort und Entlastung im Alltag erwarten. Diese Bedürfnisse werden auch die Smart Home Technologien der Zukunft prägen.

Wie sind wir 2030? Brainstorming zum Wertewandel
Die smarte Herausforderung: Individualität garantieren, Überforderung vermeiden

Die Erwartungen an die Smart Home Technologien sind also hoch: sie sollen Konsumenten entlasten, gleichzeitig aber nicht ihren Drang nach Selbstverwirklichung hemmen. Ebenso dürfen sie User nicht überfordern – weder auf der technischen noch auf der persönlichen Ebene: wir dürfen keinesfalls das Gefühl bekommen, dass wir die Technologien nicht mehr verstehen; wir müssen den Fortschritt noch selbst erfassen können.

Workshop-Panorama kurz vor der Abschlusspräsentation
Eine Lösung in der Multioptionswelt: Personalisierung und individuelle Beratung

Um das vernetzte Leben erfolgreich in unseren Alltag zu übertragen, scheint indes eines unumgänglich: Konsumentenbedürfnisse müssen verstanden und bei Innovationen mitgedacht werden. Um maximale Entlastung bei gleichzeitiger Gewährleistung von Selbstbestimmung zu bieten, muss gezielt unterstützt werden: „Konsumenten erhoffen sich von Smart Home Technologien nachvollziehbare und kontrollierbare Teillösungen im Alltag.“, erklärt Dr. Hannes Fernow, „es sollte nicht darum gehen, rundum smart zu agieren, vielmehr müssen smarte Lösungen individuell angepasst werden“. „Verwirklichungsberatern“ könnte hier eine Schlüsselrolle zukommen: sie sollen eine gesunde Balance zwischen analogen und digitalen Erfahrungen gewährleisten und den Bezug „zum Menschlichen“ aufrechterhalten. Smarte Angebote sollten also künftig durch einen solchen Berater personalisiert werden.

Unsere Lebenswelt von morgen: digital und analog zugleich

Übrigens: wenn ihr euch jetzt ärgert nicht beim Workshop dabei gewesen zu sein, gibt es hier eine interaktive 360° Dokumentation zum Download. Mehr Infos zur Values & Visions Studie findet ihr auf der Studien-Website. Und über den Verein Connected Living haben wir bereits im Blog berichtet, hier könnt ihr den Artikel nochmal nachlesen.

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