GIM Automotive Research on tour

Gefühlt sind sie fast das ganze Jahr über unterwegs, unsere KollegInnen aus der GIM Automobilmarktforschung und  Mobilitätsforschung. Da folgt auf eine Design Clinic in Shenzhen eine Grundlagenstudie zur new mobility in Bangalore und danach geht’s für Ethnos nach Kopenhagen. Und so weiter und so fort.  Ein Ausflug nach Frankfurt, Düsseldorf oder Ingolstadt kommt einem da vor wie eine verlängerte Mittagspause. In der Kürze liegt aber ja bekanntlich auch gerne mal…na ja, Ihr kennt das.

In diesem Sinne waren einige KollegInnen unseres Automotive & Mobility Research Teams jüngst aus spannenden Anlässen für Kurztrips „unterwegs“.

Wir starten in Ingolstadt, wo bekanntlich Audi seinen Hauptfirmensitz hat. Der Autohersteller hat dort im September zum „Mobility Quotient“ eingeladen – einem „Innovation Summit“ zu jenem Thema, das die Branche seit längerem elektrisiert: Mobilität der Zukunft. Unser Kollege Victor Arnold, Research Manager im  Automotive Team, hat den zweitägigen Event besucht. Er war in illustrer Gesellschaft: zu den Speakern an Tag 1 gehörten unter anderem Jimmy Wales (Gründer von Wikipedia), Dirk Ahlborn (CEO von Hyperloop) oder der legendäre Co-Gründer von Apple, Steve Wozniak.

Die Autobranche kämpft derzeit mit Imageproblemen. Sich gemeinsam mit „Visionären“ und Experten aus Politik und Wissenschaft wie den genannten über die Zukunft des mobilen (und vielleicht „autofreien“) Menschen in Städten, Ballungsräumen und Megacities Gedanken zu machen, setzt in dieser Phase vielleicht ein nach vorne gerichtetes Signal. Der Event selbst war nicht uninteressant aufgezogen: Impuls-Referate der Strategen zu einzelnen Mobilitätsthemen an Tag 1, an Tag 2 dann gemeinsame Ideenentwicklung zu diesen Themen mit den Teilnehmern in Kleingruppen und Präsentationen der Teams. Man wich also ab vom üblichen Frontalpräsentations-Modus. Unserem Victor Arnold hat’s gefallen. Und vielleicht fahren die Ideen, die er entwickelt hat, ja in einigen Jahren auf unseren Straßen rum 🙂

Weiter nach Düsseldorf. Andere Stadt – gleiches Thema: Auch die Veranstalter des Future Mobility Kongresses gingen Ende November der Frage auf den Grund, wie wir uns morgen und übermorgen von A nach B bewegen werden. Unsere Kollegin Dr. Kerstin Ullrich erläuterte in einem Vortrag ihre Sicht der Dinge.
Sie referierte über Anforderungen, Wünsche und Bedürfnisse, die Menschen an die Mobilität von Morgen haben werden. Fokus also auf die Konsumenten – nicht auf die Technologien.

Kerstin leitet bei uns GIM MOVE, also unsere Mobilitätsforschung.  Bei ihr geht es weniger darum, wie z.B. das Interieur einer Luxusklasse-Limousine künftig aussehen oder riechen soll, sondern darum, mit welchen Vehikeln Menschen künftig unterwegs sein möchten, was sei dabei erwarten und welchen Impact Digitalisierung und Automatisierung auf die Mobilität haben werden. Es geht um multi-modale Mobilität, um car-sharing, on-demand-Mobilität und vieles mehr. Mobilitätsforschung ist ein Research Feld der Zukunft!

Inhaltlich strickte Kerstin ihren Vortrag um verschiedene „Mobilitätstypen“ und deren Mobilitätsbedürfnisse. Von diesen ausgehend bewertete sie dann Angebote, die in Zukunft relevant sein werden. Im Zentrum steht dabei ein Modell, welches unseren täglichen Mobilitätsentscheidungen (also: welches Verkhersmittel wähle ich jeweils in einer konkreten Situation) zugrunde liegt. Schauts Euch mal an – vielleicht könnt Ihr es für Euch ja nachvollziehen:

Und noch der Abstecher nach „Mainhattan“. Inga Triemel, Ulla Wichmann und wiederum Victor Arnold besuchten im Frühherbst die Mega Show IAA. Beginnen wir gleich mit einem Fazit: Auch hier steigt die Spannung, wie es in und mit der Branche weitergeht in Sachen „Antrieb der Zukunft“ und „Mobilität der Zukunft“!  Man könnte auch sagen: die IAA steht von Jahr zu Jahr stärker „unter Strom“.

Was aber noch lange nicht heißt, dass man nur noch Elektro-Autos sehen würde. Deren Anzahl steigt zwar, doch gleichzeitig wird traditionelle Performance noch immer sehr aufwändig inszeniert.  Leistungsstarke Tuning-Boliden mit 500 PS und mehr, bullige SUVs und mächtige Pick up’s stehen hochglanzpoliert in Sichtweite zu Kleinstwägen des gleichen Herstellers, die am Stromkabel hängen. Die Automobilhersteller, so scheint es, stehen bereits mit einem Bein in der Zukunft, aber mit dem anderen noch (sehr) fest in der Vergangenheit.

Boliden hier – Elektro dort. Und manchmal auch beides in einem. Beispiel: Der Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid

Was unseren Kolleginnen aufgefallen ist: Die großen Shows, die Leinwände und XXL Bildschirme, die spektakulären Vorführungen, die „Wow’s“: die drehen sich noch immer weitgehend um Neuheiten, die nicht elektrisch fahren – sondern ordentlich Pferde unter der Haube haben. Performance, Speed, Emotionen! Die schon lange gestellte  Frage des Antriebs der Zukunft bleibt also auch nach dieser IAA erst einmal unbeantwortet. Dass sich in China derzeit der weltweit größte „Testmarkt“ für E-Mobility sehr rasch entwickelt, dass Tesla weiter Druck macht, dass der Verbrenner zusehends Imageprobleme bekommt – das haben die Hersteller gleichzeitig auf dem Schirm.

Willkommen in der Zukunft: Concept Studie von Mercedes. Nicht ohne Grund wird die IAA als Autoshow bezeichnet – und nur noch selten als „Messe“.

Insgesamt haben unsere Automotive Forscher drei zukunftsweisende Haupttrends ausgemacht: Connectivity, autonomes Fahren und eben: Elektromobilität. Insbesondere visionäre Konzepte im Bereich autonomes Fahren beeindruckten dabei – zum Beispiel Fahrzeuge mit Gras-Interieur, um zu zeigen, dass das Auto sich nicht nur in Sachen Antrieb, sondern auch innen radikal ändern wird. Desweiteren sahen sie Micro-Mobilität-Konzepte, Sharing-Modelle, überraschend viele Drohnen, Startups mit IT-Hintergrund und vieles mehr. Heißt: Nach der jahrzehntelangen Dominanz des Autos wird der Markt für Mobilität global auch immer vielfältiger, bunter, spannender!

Auch das gab’s zu sehen: Der Blick in die mobile Zukunft wird auch Richtung Himmel gehen. Drohnen, aber auch (bald autonom fliegende) Helikopter auf Elektrobasis. Es wird spannend!

Wenn Euch diese Themen interessieren, schaut mal auf unserer Website rein oder kontaktiert die Kollegen oder klickt auf die hinterlegten Hyperlinks, die direkt zu den Events führen.

GIM Automotive Research
GIM Mobility Research
i.triemel@g-i-m.com
k.ullrich@g-i-m.com
u.wichmann@g-i-m.com
v.arnold@g-i-m.com

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