Fröhliche Weihnachten und hässliche Pullis

Stilsicher gehen wir in die Winterpause! Möchten aber selbstverständlich nicht versäumen, Euch zuvor an dieser Stelle schon einmal ein entspanntes Weihnachten und einen tollen Start ins neue Jahr zu wünschen. Bedanken wollen wir uns auch einmal dafür, dass Ihr dem Radar seit bald fünf Jahren die Treue haltet. Und jetzt kommt die Belohnung, bzw. Euer Weihnachtsgeschenk: Hässliche Weihnachtspullis! Im südfranzösischen Albi fanden vor zwei Wochen die ersten „ugly sweater“ (en francais: pull moche) Weltmeisterschaften statt. Darauf muss man erst mal kommen!

Unter den stellenweise wirklich herzzerreißend grässlichen Sweatern waren erstaunlich viele Weihnachtsmotive. Das irritiert deshalb, weil Weihnachten erstens ja eigentlich etwas Schönes sein soll (man hat frei, es gibt gut zu Essen und zu Trinken, wer Glück hat, bekommt was Sinnvolles geschenkt) und man sich da ja auch gerne gut kleidet. Aber jeder Trend hat ja bekanntlich seinen Gegentrend. Von daher: Hässliche Pullis zu Weihnachten, das ist offenbar en vogue!  Wer bei Amazon die entsprechenden keywords eingibt, bekommt knapp 500 Vorschläge.

Unfassbar, aber kaufbar: hässliche Weihnachtspullis auf Amazon
Auch unfassbar, aber prämiert: Einige der Pullis, die bei der Weltmeisterschaft gecastet wurden

Wie so vieles geschmacklich Zweifelhafte, ist auch der „ugly sweater“ Trend – man ahnt es – aus den USA zu uns gekommen. Dabei gilt der 16. Dezember speziell als Tag der hässlichen X-Mas-Pullover. In Albi haben vor diesem eigentlichen „Gedenktag“ immerhin 600 Menschen bei dem Contest mitgemacht. Dabei ist das Städtchen mitten im beschaulichen Süden Frankreichs durchaus nett. Fun fact: der berühmte französische Maler Henri Toulouse-Lautrec ist ein Sohn der Stadt, es gibt – naturéllement – auch ein beeindruckendes Lautrec-Museum dort.

So trifft in Albi Kunst auf Kitsch – und in jedem Jahr Kitsch auf Weihnachten. Fragt sich, was schlimmer ist. Eher Letzteres. In diesem Sinne nochmals: Joyeux Noël 🙂  

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