Food Trucks: Die Wiedergeburt der Imbissbude (Teil 1)

Schon länger erobert die Food-Truck-Bewegung Deutschlands Straßen, mittlerweile auch über die Grenzen der Großstädte wie Berlin, Hamburg oder München hinweg. Die mobilen Küchen boomen, ob als Ersatz für die Kantine in der Mittagspause, auf Streetfood-Märkten, Festivals, der Firmenfeier, privaten Events oder dem Wochenmarkt. Vom exotischen Laksa aus Vietnam, über das traditionelle Fischbrötchen bis hin zum veganen Burger – angeboten wird, was schmeckt und neugierig macht. Dabei geht es bei dem Trend um vielmehr als „nur“ ums Essen.

Was sind Food Trucks?

Food Trucks sind zu rollenden Küchen umgebaute Fahrzeuge oder auch Anhänger, in denen gekocht, gegart, gebraten, angerichtet und verkauft wird. Das Konzept der Food Trucks ist dabei denkbar einfach: In der Regel werden maximal eine Handvoll qualitativ hochwertiger Gerichte vor Ort frisch zubereitet – am besten direkt vor den Augen der hungrigen Schaulustigen. Dafür stehen manche auch gerne mal etwas länger an. Gutes Teamwork und Spaß an der Sache sind auf engstem Raum daher unabdingbar.

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Ein von Swagman Food Truck (@swagman_foodtrucks) gepostetes Foto am

 

Was gibt’s zu Futtern?

Das kulinarische Angebot ist vielfältig. In der Regel ist jeder Betreiber auf ein bestimmtes Gericht bzw. ein überschaubares Produktangebot spezialisiert. Für jeden Gaumen gibt es bestimmt irgendwo den passenden Truck: Vom veganen Burger bis hin zur Currywurst Reloaded – Fast Food in Neuauflage kommt gut an. Auch häufig anzutreffen sind Trucks, die traditionelle Klassiker und regionale Spezialitäten à la Maultaschen, Käsespätzle, Reibekuchen und Co in leicht modernisierter Form anbieten. Aber auch Süßmäuler kommen nicht zu kurz: Belgische Waffeln, französische Crêpes oder der Cup-Cake-Truck – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Angeboten wird, was schmeckt und gut ankommt. Auch wer Lust auf etwas Neues hat, wird meist fündig und kann sich quer durch alle Nationen schlemmen und Unbekanntes ausprobieren.

Wo liegt der Unterschied zur klassischen Currywurst-Bude?

Zieht die klassische Imbissbude vor allem den kleinen Geldbeutel, schnellen Hunger sowie die lieben Fettpölsterchen an und beschränkt sich dabei seit Jahrzenten auf ein immer gleiches Fast-Food-Angebot à la „Frittiertes, Belegtes und frisch aus der Tube“, so ist der Spirit der Food Trucks mehr dem Bereich der Slow-Food-Bewegung zuzuordnen. Auch wenn die Trucks ihren Fokus ebenfalls auf ein beschränktes Angebot legen, so ist hier aber vor allem die Frische und Regionalität der Zutaten ein wesentliches Merkmal. Die Kunst liegt darin, das Produkt so transparent, simpel und handwerklich perfekt wie nur möglich abzuliefern. Schon das Zuschauen fasziniert, unterhält und bereitet den Magen und Geist auf kulinarische Geschmacksexplosionen vor. Eine Wiedergeburt der Imbissbudenkultur sozusagen.

Zudem geht es hier um mehr als nur ums Sattwerden: Kein Truck gleicht dem anderen, jeder überbieten sich an Kreativität und Individualität – man könnte glatt meinen, es ginge um einen Schönheitswettbewerb. Neben der Inszenierung der Trucks wird auch das Anrichten der Produkte nicht rein zweckmäßig umgesetzt, sondern folgt meistens einem ästhetischen Anspruch. Entscheidend ist also nicht alleine der Geschmack, sondern es geht auch um die Optik – das Auge isst ja schließlich mit! Jeder Truck verkörpert ein bestimmtes Konzept bzw. einen bestimmten Lifestyle, mit dem sich die Kundschaft kulinarisch wie auch ästhetisch identifizieren kann.

Wo gibt’s die mobilen Schlemmerkisten?

Vor allem in Gewerbegebieten, Bürovierteln oder auf dem Campus bieten die rollenden Küchen eine willkommene Alternative zu umliegenden Fast-Food-Ketten oder der langweiligen Stulle in der Brotbox. Das Angebot reicht dabei vom Frühstück, über Lunch bis hin zum Kaffee-Truck mit süßem Snack. Am Standort angekommen, geben die Betreiber der Imbissbuden ihren täglichen wechselnden Standort per Twitter, Facebook, Instagram und Co durch. So wissen die Fans immer, wann der Gang nach draußen der Kantine vorzuziehen ist.

Entscheidend für die Betreiber der Trucks ist, sich auf Plätze mit hoher Kundenfrequenz zu konzentrieren, um möglichst viel Umsatz zu generieren. Dafür eignen sich auch bestens Festivals oder größere Straßenfeste, auf denen die mobilen Imbissbuden – zumindest in Großstädten – bereits zum festen Bestandteil der Esskultur gehören. Immer öfter werden Food Trucks auch für Firmenfeiern oder private Events gebucht, um dort kulinarisch aber auch optisch für ein Highlight zu sorgen.

Lest hier bald den zweiten Teil des Artikels… Unter anderem wird es um den Trend der Streetfood Festivals und den Ursprung der Food-Bewegung gehen.

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