Florian Reinhard: POS-Forscher mit der Hand an der Scheibe

Hallo, ich bin Florian Reinhard. Ich bin seit knapp drei Jahren bei der GIM, inzwischen als „Junior Research Manager“, wie das so schön neudeutsch heißt. Vorher durchlief ich das GIM Trainee-Programm. Studiert habe ich VWL in Heidelberg, geboren und aufgewachsen bin ich in Darmstadt.

Ich arbeite in der POS-Unit der GIM. „POS“ ist eine Abkürzung für „Point of Sale“, also der Ort, an dem Konsumenten Produkte und Marken einkaufen, das sind zum Beispiel Super- oder Baumärkte, Drogeriemärkte, Einzelhandelsgeschäfte, aber auch das Internet ist natürlich ein „Point of Sale“. Bei der GIM reden wir im POS-Kontext auch gerne von „Shopper Research“, also der Erforschung des Einkaufsverhaltens von Konsumenten. Kurz gesagt beforschen wir alles rund um den Einkaufsakt. Unser Team, das POS-Forschung macht, verteilt sich auf das Berliner Büro und unser Heidelberger Büro.

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Florian mit einer Eye-Tracking-Brille des Herstellers SMI. Die Brillen messen und dokumentieren die Pupillenbewegungen des Menschen.

Forschung am Point of Sale ist total spannend. Was mich besonders von Anfang an angesprochen hat, ist die spezielle Mischung aus qualitativer und quantitativer Marktforschung und vor allem, dass man dabei mit ziemlich ausgefallenen Methoden forscht. Bei der GIM bin ich eine Art „Methodenbeauftragter“ im Bereich POS. Das heißt, mein Job ist es neben Kundenprojekten auch neue POS-Forschungsansätze zu entwickeln oder auch etablierte Methoden abzuwandeln oder zu neuem Schwung zu verhelfen.

So bin ich auch zum so genannten „Eye-Tracking“ gekommen. Das ist ein Forschungsansatz, der auch manchen Marktforschungslaien bekannt sein dürfte – man kennt ja die Bilder von den Spezialbrillen oder auch Helmen mit integrierten Kameras zur Messung der Augenbewegung. Unsere mobilen Eye-Tracking Brillensysteme können wir zum Beispiel im Supermarkt einsetzen, um zu schauen, wie Konsumenten sich im Markt und vor Einkaufsregalen orientieren und welche Produkte, Marken und POS Tools sie bei Ihrer Kaufentscheidung in Betracht ziehen.

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Regalplatzierungsoptimierung mit Eye-Tracking-Brille (Quelle: SMI Deutschland)

Mit den Ergebnissen kann man z.B. die Regalplatzierungen von Produkten optimieren. Daneben gibt es aber auch Studien, bei denen die Befragung mit Tablets erfolgt, in denen Foto-, Video- und Audio-Funktionen integriert sind – auch total spannend. Vor allem wenn wir solche Studien direkt am POS machen, ist das dann auch für unsere Probanden und Kunden etwas, das die Studie deutlich erlebbarer macht.

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Florian bei einem Ultimate Frisbee Wettkampf. Technik, Physis und ein ruhiges Händchen braucht man, um den Sport auf Weltklasse-Niveau zu betreiben

Privat mache ich schon seit jeher sehr viel Sport. Das ist mir extrem wichtig als Gegenpol zur Arbeit, vor allem weil man ja doch irgendwie den ganzen Tag am PC sitzt (wenn nicht gerade eine Studie „im Feld“ stattfindet). Früher, das heißt bis zu meinem Abitur, habe ich Volleyball und Tennis gespielt und mich auch noch beim Badminton und in der Leichtathletik ausgetobt. Seit gut zehn Jahren dreht sich jedoch alles um den Frisbee-Sport. „Moment“ werden jetzt einige denken, „das mache ich doch auch immer im Schwimmbad oder im Urlaub“. Stimmt wohl, bei mir läuft’s aber einen Tick anders: mit Gegenspielern – und ziemlich professionell: seit zehn Jahren spiele ich Ultimate Frisbee in der deutschen Nationalmannschaft  (zur Website des Deutschen Frisbeesport-Verbands hier klicken).

Mit dem Frisbee-Sport habe ich beim Unisport in Heidelberg begonnen, seitdem hat mich dieser sehr facettenreiche und physische Sport nicht mehr losgelassen. Meine Mannschaft ist die des TVE in Eppelheim bei Heidelberg, wo wir zwei bis drei Mal die Woche trainieren, bevor es dann an zig Wochenenden im Jahr zu nationalen sowie internationalen Turnieren geht. Hier kann man uns bei einem Match auf Youtube zuschauen.

Durch den Sport, vor allem natürlich in der Nationalmannschaft, komme ich viel rum und habe schon einige internationale Turniere auf dem Buckel, unter anderem in Kanada oder Japan, den USA, Schweden, England, den Niederlanden und anderen europäischen Ländern.

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Von wegen Urlaubssport am Strand: Beim Ultimate Frisbee geht’s ordentlich zur Sache (Foto: Martine Bootsma)

Die meiste Zeit meines Jahresurlaubs bei der GIM und meiner Wochenenden geht für Frisbee-Turniere drauf, aber es macht mir auch nach all den Jahren noch wahnsinnig viel Spaß: Die Kombination aus Athletik und Technik und das akribische Hinarbeiten auf die großen Turniere gemeinsam mit dem Team fesseln mich nach wie vor. Und das nächste steht auch schon an: Anfang August finden die Club-Weltmeisterschaften in Lecco (Italien) statt, wo ich mit „meinem“ TVE teilnehmen werde. Haltet mir mal die Daumen!

Inzwischen habe ich auch GIM-Kollegen mit meiner Frisbee-Begeisterung dermaßen angesteckt, dass wir schon ein paar Mal zusammen den Feierabend mit Frisbeescheiben auf der Neckarwiese hier in Heidelberg verbracht haben. Das nennt man dann wohl „Feierabend-Talentscouting“ 🙂

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