E-Commerce: Waren-Lieferungen direkt in den eigenen Kofferraum

Online-Shopping und kein Ende in Sicht: weltweit wird immer mehr online eingekauft. Nicht nur wird regelmäßiger eingekauft, sondern auch in deutlich mehr Segmenten als noch vor wenigen Jahren. Darüber hinaus steigt auch der durchschnittliche Warenwert von Online-Einkäufen, das heisst: die Bereitschaft, mehr Geld online auszugeben, steigt. Eine Barriere war für viele Konsumenten in der Vergangenheit immer die Lieferung: was machen, wenn man gerade nicht Daheim ist, während der Postbote klingelt? Um dieses Problem zu lösen, bietet Amazon seinen Prime-Kunden zum Beispiel relativ genaue Zeitfenster bei bestimmten Lieferungen an.

Ein anderer Vorschlag kommt nun aus dem automobilen Bereich. Der Hersteller SEAT hat sich hierfür mit verschiedenen Firmen zusammengetan: mit „Droppit“ hat man eine App entwickelt, mit dessen Hilfe Nutzer sich ihre Online-Supermarkt-Einkäufe direkt in den Kofferraum des eigenen Autos liefern lassen können.

So sieht die – bisher nur in Spanien verfügbare – „Droppit“ App von SEAT aus.

Einige klare Einschränkungen gibt es jedoch: die eigenen Autoschlüssel müssen einem Mitarbeiter des Liefer-Dienstes Glovo übergeben werden. Das Auto selbst muss dabei auf einem Parkplatz des Mobilitäts-Dienstleisters Saba geparkt sein. Darüber hinaus müssen Käufe bei dem Supermarkt Deliberry getätigt werden.

Der Service wird bisher lediglich in Spanien getestet. Insgesamt zeigt das Setup vor allem, dass ein enormer logistischer Aufwand seitens der Hersteller betrieben werden muss, um Services wie diesen zu bieten. In Zukunft sollen dennoch weitere hinzukommen: Seat denkt unter anderem darüber nach, Informationen sowie Reservierungen für Parkplätze in Echtzeit möglich zu machen. Außerdem soll ein Service angeboten werden, bei dem externe Dienstleister Autos zur Werkstatt bringen oder Auftanken, während diese geparkt sind.

Auch in Deutschland wird bereits mit einem ähnlichen Service experimentiert: wie etailment berichtet, will das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart sein Projekt bereits 2018 testen. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

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