Online-Handel mit Matratzen: das Problem mit dem Wachstum

Was kaufen wir heute nicht alles online? Dass die Auswahl an jeder Zeit einfach verfügbaren Waren nahezu grenzenlos ist, bezweifelt eigentlich niemand mehr. Deutsche Konsumenten tun sich – insbesondere im Vergleich mit Konsumenten aus den Vereinigten Staaten – in vielen Bereichen jedoch nach wie vor relativ schwer mit dem Online-Shopping, zum Beispiel in den Bereichen Nahrungsmittel oder Möbel. Grund dafür ist häufig, dass Produkte vor dem Kauf gerne vor Ort begutachtet werden. Dies galt zumindest in der Vergangenheit auch für Matratzen. Seit einiger Zeit schicken sich jedoch neue Unternehmen wie Casper oder Emma an, den Markt für Matratzen zu digitalisieren.

Die Firmen werben vor allem mit einfachem Bestellvorgang, schnellem Versand und hochwertigen Produkten zu fairen Preisen. Um Konsumenten in Deutschland zum Kauf zu bewegen, ist dennoch ein massiver Werbe-Aufwand vonnöten: Auf den Straßen von Großstädten wie Berlin kam man zum Beispiel im letzten Jahr kaum um die Plakatwerbung von Emma herum. Auch im Fernsehen wirbt der deutsche Hersteller.

Wie sich zeigt, sind die hohen Werbe-Ausgaben jedoch kein Erfolgs-Garant. Das Produkt an sich ist relativ teuer und wird nur unregelmäßig gekauft. Um die Deutschen dennoch von der Online-Matratze zu überzeugen und das eigene Wachstum zu beschleunigen, fahren Unternehmen derzeit zwei Strategien: Diversifizierung des Angebots und Cross-Channel-Absatz.

So bietet Emma beispielsweise inzwischen spezielle Matratzen für Kinder, Casper ein Bett für Hunde. Der Hersteller Eve hat jüngst eine eigene Kollektion für Schlafanzüge und andere Bekleidung in Zusammenarbeit mit einem Mode-Label veröffentlicht. Im Cross-Channel-Bereich kooperiert zum Beispiel Emma in Deutschland seit einigen Monaten mit der stationären Handels-Kette Matratzen Concord, in dessen zahlreichen Filialen die Matratze direkt vor Ort getestet und gekauft werden kann.

Der Matratzen-Hersteller Eve mit eigener Mode-Kollektion

Wir sind gespannt und werden weiter beobachten, wie sich der Handel mit den Matratzen in den kommenden Jahren entwickeln wird.

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