E-Commerce: Amazon mit stationärem Buchhandel

Dass Amazon auch im stationären Handel aktiv werden möchte, ist längst kein Geheimnis mehr: erst vor wenigen Monaten kündigte der Internet-Gigant an, demnächst eigene Supermärkte eröffnen zu wollen. Darüber etwas in Vergessenheit geraten ist die Idee von Amazon-Gründer Jeff Bezos, auch in einem anderen Bereich mehr physische Präsenz zeigen zu wollen: dem Buchhandel.

Insgesamt sieben Buchläden hat Amazon inzwischen eröffnet in San Diego, Chicago, New York, Seattle, Portland sowie den zwei Kleinstädten Dedham und Lynnfield. In Planung sind bereits acht weitere Läden, unter anderem in Los Angeles, San Jose sowie ein zweiter store in New York.

Unter jedem Buch befinden sich kurze Zitate von Amazon-Kunden.

Was macht die Läden also zu etwas Besonderem, bzw. was unterscheidet sie von anderen Buchläden? Zentral ist, dass versucht wird, die Erkenntnisse aus den Online-Buchverkäufen ins Ladenkonzept mit einfließen zu lassen. So werden zum Beispiel nur solche Titel zum Verkauf angeboten, die von Kunden bei Amazon mit 4 Sternen oder mehr bewertet worden sind. Die Auswahl ist eine Mischung aus diesen Bewertungen, Verkaufszahlen, Vorverkaufszahlen sowie der Popularität auf der Buch-Plattform Goodreads. Zudem finden sich unter jedem Titel ausgewählte Zitate aus Amazon-Kundenbewertungen. Last but not least hat sich Amazon dazu entschlossen, keine Preise im Laden zu zeigen: stattdessen müssen Kunden einen Barcode mit ihrer Amazon-App abfotografieren, um sich diese anzeigen zu lassen. Bezahlt werden kann entweder direkt über die App oder an klassischen Kassen.

Sieht aus wie ein klassischer Buchladen, ist es jedoch nicht: Amazon Books.

Details zu einem möglichen Start von Amazon Books in Deutschland sind bisher nicht bekannt. Mehr Details zu Amazon Books gibt es hier.

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