Es geht auch anders: Die GIM Biker-Typologie!

„Geht das eigentlich auch anders?“ So titelte das stets lesenswerte Magazin der ZEIT in einer Ausgabe im Juni dieses Jahres. Das Cover zeigt einen Cartoon des bekannten Berliner Comic Zeichners Paul Paetzel mit einer Fahrradfahrerin inmitten hunderter Autos. Also mehr oder weniger den Alltag in Deutschlands verstopften Städten. Nach einmal umblättern gab’s postwendend die Antwort auf die Frage: „Warum das Fahrrad das bessere Auto ist.“ Im Innenteil skizziert die Titelstory dann, mit welchen Maßnahmen europäische Großstädte versuchen, ihren BürgerInnen das Fahrradfahren schmackhafter zu machen und die Autofixiertheit vieler Menschen aufzulösen. Um damit letztlich das Leben in urbanen Räumen insgesamt lebenswerter zu machen.

Der Berliner Comic Zeichner Paul Paetzel gestaltete nicht nur das Cover des ZEIT Magazins, sondern auch die Illustrationen der lesenswerten Titelstory im Innenteil.

Im ZEIT Magazin heißt es weiter: „Im Wettstreit Auto gegen Fahrrad holt das Fahrrad gerade ziemlich auf.“ Diesen Befund begrüßen wir nicht nur, sondern können sogar empirische Signale für seine Richtigkeit präsentieren – nämlich mit einer aktuellen Studie, die unsere KollegInnen Sebastian Klein und Nele Klauss aufgelegt haben: In „I want to ride my bicycle – die Kings und Queens auf Deutschlands Straßen.“ erläutern die Beiden eindrücklich, welches (ungenutzte) Potenzial das Fahrrad im individuellen Mobilitäts-Mix vieler Menschen eigentlich hat.

Herzstück der total spannenden Studie ist eine Typologie, die die deutsche Bevölkerung in insgesamt fünf verschiedene RadlerInnen-Segmente aufteilt. Was die Unterschiede zwischen den verschiedenen Typen methodisch ausmacht sind – vereinfacht gesagt – unter anderem ihre Einstellungen und Motive gegenüber dem Radfahren und natürlich ihr konkretes Verhalten, sprich: die Fahrradnutzung. Illustriert wurden die Typen (wie schon bei unserer Gardening-Studie) von unserem Universalkreativen Axel Loritz.

Das sind die 5 Typen auf einen Blick. Das Spannende an der Sache ist (wie bei vielen Typologien), sich selbst einzuordnen, im Sinne von „welcher Typ bin ich selbst“?

Alle Typen sind für sich betrachtet spannend. Da gibt es die    Fahrrad-Fans und Idealisten der ersten Stunde („Everyday Bike Troupers“), die autofixierten „Bike Refuseniks“, dann wiederum Menschen, die das Fahrrad in erster Linie am Wochenende als Sportgerät nutzen („Sunday Bike Enthusiasts“) und die etwas Bequemeren unter uns, die das Rad vor allem kopfgesteuert nutzen („Pragmatic Cyclists“). Und dann gibt es da die „Young Urban Bikers“ (YUBis) – die es uns vielleicht am meisten angetan haben. Denn: die YUBis haben unter Umständen das Zeug dazu, das Mobilitätsverhalten vieler Menschen in (sub-)urbanen Räumen zu verändern. Wie das?

Sie sind in der Regel zwischen 20 und 49 Jahre alt, machen rein quantitativ im Moment 17 Prozent der deutschen Bevölkerung aus, zwei Drittel von ihnen leben in Städten. Radfahren ist für sie hip, Bikes eine Art Statusobjekt, die ihren – durchaus am Konsum ausgerichteten – Lifestyle ausdrücken. Aber: sie sehen Fahrräder auch als Problemlöser für verstopfte, Abgas-verpestete Innenstädte. Und: sie haben unter den Besitzern von E-Bikes, Pedelecs und Lastenrädern bereits heute den höchsten Anteil. Ihr gleichermaßen progressives wie pragmatisches Mindset kann sie zu echten Trendsettern im urbanen Verkehr machen.

Das sind einige – bei weitem nicht alle – Informationen zu den Young Urban Bikers. Vielleicht können sie, wo immer sie in deutschen Städten und Regionen radeln, andere dazu bringen, auf’s Bike umzusteigen. Der Umwelt und Luft-, bzw. Lebensqualität würd’s gut tun.

Die Studie präsentiert neben den Typenprofilen auch noch weitere spannende Informationen zur generellen Radnutzung in Deutschland. Wenn Euch das Thema oder auch die Studie interessiert: meldet Euch bei Nele oder Sebastian oder schreibt auch gerne uns. Oder ganz einfach: klickt hier und fordert die große GIM Biker-Typologie kostenlos über unsere Website an.

Copyright Beitragsfoto: Paul Paetzel 
Copyright Titelfoto: GIM / Axel Loritz

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