Der Motorrad-Markt der Zukunft

Das Thema Elektro-Mobilität ist inzwischen in aller Munde: Auto-Hersteller bieten seit Jahren Hybrid-Modelle sowie reine Elektro-Autos zum Verkauf, die in Zukunft klassische Benziner ablösen sollen. Über mögliche Zeithorizonte, in denen diese Ablösung stattfinden kann und soll, ist man sich in der Industrie bisher noch sehr uneinig. Dynamisiert wird der Markt seit einigen Jahren auch durch Tesla Motors. 2003 gegründet und inzwischen durch den Multi-Milliardär Elon Musk geführt, verzeichnete das Unternehmen, das ausschließlich Elektro-Autos produziert, 2015 einen Umsatz von 4 Milliardon US-Dollar.

Dass im elektrischen Antrieb die Zukunft steckt, entdeckt nun auch eine Branche, die traditionell eher für eine konservative Käuferschaft bekannt war: die Motorrad-Hersteller. Beispiel Nummer eins stammt von Harley-Davidson: 2014 wurde mit „LiveWire“ das erste E-Motorrad in der über hundertjährigen Firmengeschichte vorgestellt. Das Motorrad hat 74 PS und eine Maximalgeschwindigkeit von 150 Kilometern pro Stunde. Über den Prototypen-Status ist es bereits hinaus: seit 2014 kann LiveWire bei ausgewählten Harley-Händlern in Europa und den USA Probe gefahren werden, wie dieses Video zeigt. Für Motorrad-Fahrer zentral ist vor allem eins: der Klang der Motoren. Angeblich ähnelt der Klang des LiveWire dem einer Flugzeugturbine bzw. dem eines großen Staubsaugers, wie ein amerikanischer Journalist bemerkte. Wann genau das Motorrad in Serie produziert wird, ist derzeit noch unklar. The Verge geht jedoch davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren damit gerechnet werden kann.

Beispiel Nummer zwei stammt aus Deutschland. BMW stellte vor Kurzem im Rahmen des VISION NEXT 100 Programms eine Motorrad-Studie vor, die zeigen soll, wie sich der bayerische Hersteller die zweirädrige Zukunft vorstellt. Interessanterweise wird die Antriebsart von BMW im Falle des Vision-Motorrads offen gelassen: ob Benzin oder Strom oder etwas ganz anderes ist noch unklar. Dafür überzeugt BMW durch eine Reihe innovativer Ideen: so balanciert zum Beispiel ein digitales Assistenzsystem das Motorrad während der Fahrt selbstständig aus, sodass es nicht umkippen kann. Einen Helm brauchen Fahrer für das Vision-Gefährt – unter anderem aus diesem Grund – nicht mehr. Über eine digitale Brille, die der Fahrer trägt, werden zudem Verkehrs- und Streckeninformationen eingeblendet, die darüber hinaus für zusätzliche Sicherheit sorgen und das Unfall-Risiko verringern sollen. Wie genau das Motorrad in Aktion aussieht, zeigt dieses Video:

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