Byton: Zukunft des Autos? Auto der Zukunft?

Ja ja, die Zukunft. Nach allem, was wir heute wissen, forschen und beobachten können, wird sie: noch digitaler, noch „smarter“ und noch design-getriebener. Wer dieser sehr nahe liegenden Prognose folgt, darf sich von den Highlights der diesjährigen CES (Consumer Electronics Show) vollauf bestätigt fühlen. Im Fokus der jährlichen Tech-Show in Las Vegas (fand letzte Woche statt) stehen eigentlich traditionell Innovationen der Unterhaltungselektronik. Seit jedoch die Bits-und-Bytes-Revolution elegant Produktgrenzen verwischt, können dort auch zunehmend elektrisch betriebene Mobilitätsstudien, sprich: E-Concept Cars, bestaunt werden. In diesem Jahr voll im Rampenlicht: Der Byton!

Byton ist eine neue E-Automobilmarke, die auf der CES erstmals der Weltöffentlichkeit ein Automobil vorstellte. Hinter Byton steht die Future Mobility Company, ein deutsch-chinesisches Unternehmen, das von einem der Macher des BMW i8 geführt wird. Byton will nicht nur etablierten Autoherstellern Dampf machen, sondern auch Tesla, der legendären E-Marke. Und was die Köpfe von Byton in Las Vegas enthüllten, könnte durchaus das Zeug dazu haben: ein bezahlbarer SUV in der Größe eines Audi Q5, perfekt designt, gespickt mit futuristischen Gadgets und obendrein offenbar mit großer Reichweite:

Der „Testbericht“ des automobilen Vloggers Sean O’Kane lässt erahnen, dass sich der Byton tatsächlich auf den Straßen durchsetzen könnte. Zumindest trotzt er beherzt einigen bekannten Barrieren, die noch immer viele Konsumenten vom Kauf eines Elektroautos abhalten: geringe Reichweite (Byton: bis zu 500 km), Preis (angeblich unter 40.000 Euro). Daneben bietet er im Interieur echte Neuheiten: statt Schaltern am Lenkrad, gibt es ein Touchpad im  Lenkrad. Der Burner aber findet sich dahinter:  ein gigantischer Screen, der zur Steuerung und Kontrolle relevanter Funktionalitäten (auch per Gestensteuerung) und Infos dient und zur Kommunikation.  Außerdem verzichtet der SUV auf seitliche Außenspiegel – Kameras übertragen ein Live-Bild auf das Display.

Der Byton ist wie gesagt eine Studie, soll aber soll zu weiten Teilen so in Serie gehen. Und zwar 2019 erst einmal in China, ein Jahr später in den USA. Wir haben unseren Kollegen Stephan Rückert um eine kurze Einschätzung zum Byton gebeten. Stephan forscht als Senior Research Manager seit gut zehn Jahren in unserem GIM Automotive Team – und hat schon einige Concept Cars beforscht. Wie schaut’s also aus, mit dem Byton?

Das ist der Giga Screen, der über 1,20 breit ist. Eine absolute Neuheit – mit allen Vor- und Nachteilen (Foto: screenshot aus dem Video von Sean O’Kane).

Stephan Rückert: „Das ist tatsächlich ein großes Ausrufezeichen! Ansprechendes Design, hohe Reichweite bei gemäßigtem Preis. Das ist genau, was sich potentielle Kunden von Elektroautos wünschen – und viele halt noch nicht einlösen. Dann noch das sehr mutige Interieur, wobei der riesige Screen manch einen sicher auch abschrecken würde. Wenn der Byton 2019 in etwa so zu kaufen sein wird, dann kommt da ein sehr interessantes und zukunftsträchtiges Auto daher. Ich teile aber die Zweifel des Vloggers, ob das 2019 schon passieren wird!“

Übrigens: Bei der physischen Enthüllung der Studie in Las Vegas sagte einer der Byton Macher, das Auto steht unter dem Motto: „Replacing Horse Power with digital Power.“ Noch Fragen, wie die Zukunft aussieht?

Wenn Ihr mehr über das Thema Marktforschung im Bereich Elektromobilität interessiert, schaut einfach mal auf unserer Website rein. oder kontaktiert Stephan direkt s.rueckert@g-i-m.com 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.