Burger: Ein neuer, alter Food-Trend

Der Hamburger: Wer kennt und liebt ihn nicht? Zumindest in Deutschland ist er – spätestens seit der Popularisierung durch die Fast-Food-Kette McDonald’s in den 1990er Jahren – neben dem Döner heute ein beliebter Snack für Zwischendurch. Vorbei sind auch die Tage, an denen ein Hamburger ein bloßer Hamburger war: Heute gibt es ihn in zahlreichen Variationen und nicht mehr lediglich bei McDonald’s, Burger King oder in traditionellen amerikanischen Diners. Stattdessen setzen auch immer mehr Restaurants oder unabhängige Lokale den Burger auf ihre Speisekarte. Einerseits gibt es kleine, regionale Imbisse wie z.B. „Pottburger“ in Dortmund, „Die Kuh die lacht“ in Frankfurt und Heidelberg oder „Shiso“ in Berlin, aber auch kleine Ketten wie „Hans im Glück“, die den Trend dazu genutzt haben, deutschlandweit in kurzer Zeit zahlreiche Filialen zu eröffnen.

Ein vegetarischer Burger mit hausgemachten Pommes in einem gehobenen Resaturant
Ein vegetarischer Burger mit hausgemachten Pommes in einem gehobenen Restaurant

Auf Produktebene geht der Wandel vor allem mit einer Ausdifferenzierung des Angebotes einher: Burger gibt es heute nicht mehr lediglich mit Bulette, Gurke, Tomate und einem Blatt Salat. Stattdessen werden Varianten mit exotischeren Inhalten wie Süßkartoffeln, Mango oder Birnen immer beliebter. Aus New York kommt der sogenannte „Ramen-Burger„: Das traditionelle Burger-Brötchen wird durch angebratene Ramen-Nudeln ersetzt. Auch für Vegetarier wurde der Burger in letzter Zeit attraktiver: Während Ketten wie McDonald’s bereits seit knapp 15 Jahren fleischlose Alternativen im Angebot haben, steigt aktuell die Vielfalt an Varianten, um sich diese Zielgruppe noch weiter zu erschließen: neben der traditionellen „Gemüse-Bulette“ gibt es inzwischen z.B. auch Versionen mit Tofu, Seitan, Halloumi oder Falafel.

Der Burger: vom Fast zum Slow Food
Der Burger: vom Fast zum Slow Food

Große Medien haben den Trend auch bereits aufgegriffen und ausführlich darüber berichtet: So finden sich Texte über die Burger-Kultur bei SPIEGEL ONLINE, NDR, Stern und DER WESTEN. Der Burger hat somit – ähnlich wie Kaffee und Espresso vor einigen Jahren mit der sogenannten „third wave“, einer neuen Generation von Kaffee-Röstern und -Zubereitern – in den vergangenen Jahren einen Image-Wandel vollzogen. Wurde er noch bis vor Kurzem generell mit eher minderwertigem Essen und ungesunder Ernährung assoziiert, so gilt er heute auch für kulinarisch interessierte und gesundheitsbewusste Menschen als eine echte Alternative – Der Burger wandelt sich sozusagen vom Fast zum Slow Food.

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