Apple Pay – Bezahl-Revolution in Deutschland?

Historisch herrscht in Deutschland eine gewisse Skepsis gegenüber bargeldlosem Bezahlen. Nach wie vor sind große Beträge der Deutschen Mark in Form von Scheinen und Münzen im Umlauf, an das Bezahlen mit EC-Karten haben wir uns nur langsam gewöhnt, während dieses in anderen Ländern wie Schweden oder Amerika bereits seit Jahrzehnten Usus ist. In Schweden gibt es inzwischen sogar Geschäfte, die gar kein Bargeld mehr akzeptieren.

Seit Dezember steht in Deutschland nun neben der EC- und der Kreditkarte eine weitere Form des bargeldlosen Bezahlens zur Verfügung: Apple Pay. Diese soll Bezahlvorgänge noch weiter vereinfachen, sprich beschleunigen. Wer den Dienst nutzen möchte, muss ein Apple-Gerät besitzen und Kunde einer Bank sein, die mit Apple kooperiert. Große Banken wie Deutsche Bank und HypoVereinsbank zählen bereits dazu, ebenso die großen Kreditkartenunternehmen wie Visa und Mastercard. In diesem Jahr sollen zahlreiche weitere Banken folgen.

Zahlreiche große Geschäfte wie ALDI, LIDL, Burger King, Aral, dm, H&M, Saturn, Tchibo, Zara, Rossmann und Starbucks bieten in Deutschland bereits die Option an, mit Apple Pay zu zahlen.

Technisch funktioniert das Bezahlen mit Hilfe der NFC-Technologie, die auch in EC- und Kreditkarten bereits zum Einsatz kommt. Zum Bezahlen muss das jeweilige Gerät lediglich in die Nähe eines Lesegerätes gehalten werden. PINs oder ähnliche Daten müssen vom Käufer nicht mehr eingegeben werden. Neben Sicherheitsbedenken wird in diesem Zusammenhang aktuell auch kritisiert, dass Apple Pay wenig Neues bietet, da kontaktloses Bezahlen mit Kredit- und EC-Karten schon seit einiger Zeit möglich ist.

Dass die Bezahlung per Smartphone nach wie vor polarisiert und die Gemüter der deutschen Bürger bewegt, zeigen Artikel wie dieser auf ZEIT ONLINE. Der Artikel zum Deutschland-Start von Apple Pay provozierte fast 400 Nutzer-Kommentare. Wir sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen in diesem Bereich!

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