Fleischlos glücklich: Veggie-Produkte aus Sicht der Marktforschung (2)

Vorbei sind die Zeiten, in denen Vegetarier und vor allem Veganer als ernährungstechnische Außenseiter galten. Würste, Schnitzel, Bolognese oder Nuggets – das alles gibt es längst auch ohne Fleisch. Der Markt passt sich an. Auch die Großunternehmen in der Fleischindustrie investieren neuerdings stark in die Herstellung von Veggie-Produkten. Mit der zunehmend neuen „Ess-Klasse“ wächst ein Absatzmarkt, der bei manchen traditionellen Fleischproduzenten auch schon für Kurskorrekturen gesorgt hat. Im Interview mit GIM Radar spricht GIM Research Manager und Vegantrend-Expertin Julia Eymann über den Trend zu Fleischersatzprodukten. Lesen Sie nach dem ersten Part hier nun den zweiten Teil des Interviews.

Fleischlos glücklich: Veggie-Produkte aus Sicht der Marktforschung (1)

Großunternehmen in der Fleischindustrie wie etwa Rügenwalder, Tönnies oder Wiesenhof, investieren neuerdings stark in die Herstellung von Veggie-Produkten. Obwohl die fleischlosen Angebote bei den meisten Produzenten noch zu den Neulingen im Sortiment zählen, finden sie auf Seiten der Konsumenten bereits großen Zuspruch. Und das nicht nur bei überzeugten Vegetariern oder Veganern, sondern zunehmend auch bei jenen, die sich durch einen geringeren Fleischkonsum bewusster bzw. gesünder ernähren möchten. Nach Angaben des Vegetarierbundes (VEBU) steigt die Anzahl so genannter „Teilzeitvegetarier“, die an drei oder mehr Tagen in der Woche auf Fleisch verzichten, in Deutschland stetig an. Ein wachsender Absatzmarkt also, der bei manchen traditionellen Fleischproduzenten auch schon für Kurskorrekturen gesorgt hat.

Deutschlandfunk-Interview mit GIM Food-Expertin Dr. Hauser

Essen. Etwas so Alltägliches und deshalb vermeintlich Banales ist gleichzeitig eines der spannendsten Themen unserer Zeit und obendrein von großem Forschungsinteresse. Auf Konsumenten-seite steigt zunehmend das Bewusstsein über das, was auf unseren Tellern landet. Aspekte wie Nachhaltigkeit, Natürlichkeit, Transparenz und Vielfalt werden von verschiedenen Branchen immer stärker berücksichtigt. Auch von der Lebensmittelindustrie – man möchte es vielleicht nicht glauben, wenn man an Massen-tierhaltung und diverse Lebensmittelskandale der letzten Jahre denkt. Und doch gewinnt diese Entwicklung im Food-Bereich an Bedeutung!