Gelebte Solidarität: Die GIM spendet für Flüchtlinge

Europa erlebt derzeit die größte Flüchtlingswelle seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, Terror, politischer Verfolgung und Armut. Sie verlassen ihre Heimat, mit oder ohne Familie, ziehen los in eine ungewisse Zukunft – und riskieren dabei nicht selten ihr Leben und das ihrer Angehörigen. Wer sich dies einfach einmal für sich selbst vorstellt: Alles hinter sich lassen, ohne etwas mitnehmen zu können – keine Ahnung haben, was morgen und in den Wochen, Monaten, Jahren danach passiert – der sollte ermessen können, wie unfassbar schwer ein solcher Schritt fallen muss. Und doch tun ihn derzeit so viele Menschen, wie seit langer Zeit nicht mehr – die Verzweiflung ist groß!

Angesichts der dramatischen Entwicklungen der letzten Wochen, der zum Teil katastrophalen Verhältnisse, in denen sehr viele Flüchtlinge auch nach ihrer Ankunft in Europa leben müssen, aber auch der höchst verurteilbaren kriminellen Anschläge und dummen Hetze gegen Flüchtlinge einerseits und des großen Wohlstands und der allgemein beneidenswerten Lebenssituation, in der wir hier in Deutschland leben andererseits, hat die GIM eine interne Spendenaktion durchgeführt, um einen kleinen Beitrag für die so große Aufgabe der Ersthilfe, der sich derzeit so viele Menschen und Organisationen hierzulande annehmen, zu leisten.

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Ein Blick auf ein Teil der Sachspenden (vor allem noch sehr gut erhaltene Kleidungsstücke für Erwachsene und Kinder), links: von GIM Berlin, rechts von den Heidelberger Kollegen

Während der vergangenen zwei Wochen haben deshalb zum einen viele GIMmies in Heidelberg und Berlin jede Menge gut erhaltener Kleidungsstücke für Erwachsene und Kinder sowie intaktes Spielzeug und Schulbücher gesammelt. Am Ende kam über eine halbe Tonne (exakt 532 Kilogramm) an Sachspenden zusammen. Zum anderen haben unsere beiden Geschäftsführer und Initiatoren der Aktion, Wilhelm Kampik und Stephan Teuber, diese Sachspenden noch auf zweierlei Weise erweitert:

Zum Auftakt der Aktion spendete die GIM zunächst 5.000.- Euro an die Initiative „Heidelberg hilft Flüchtlingen“. Gleichzeitig wurde an den Standorten Heidelberg und Berlin zu möglichst zahlreichen Spenden aufgerufen mit der Zusicherung, dass die GIM für jedes Kilo privater Sachspende 5.- Euro an eine Flüchtlingsinitiative in Berlin spenden wird.  Das ergab am Ende (durch die 532kg Gewicht) eine Summe von 2.660.- Euro, die jedoch noch auf 5.000.- Euro aufgerundet wurde (für die Berliner Bürgerinitiative „Moabit hilft„). Die Sachspenden in Heidelberg erhält das Deutsche Rote Kreuz, die in Berlin ebenfalls „Moabit hilft“.

 

Institutionen

Sehr sehr viele Organisatoren und Institutionen sind derzeit rund um die Uhr aktiv, um den Flüchtlingen zu helfen. Unsere Geld- und Sachspenden erhielten diese beiden Initiativen – und dazu noch das DRK in Heidelberg

Die GIM hat damit neben über 500 kg Sachspenden insgesamt 10.000.- Euro an finanziellen Mitteln an helfende Organisationen gespendet.

Die Spenden – obwohl sie vielleicht angesichts der enormen Flüchtlingswelle nicht viel mehr als der berühmte „Tropfen auf den heißen Stein“ sein können – sollen natürlich erst einmal helfen, die dringendste Not zu lindern. Aber – und das ist uns hier bei der GIM wirklich ein Anliegen zu betonen – sie sollen auch ein Ausdruck der „politischen Solidarität“ mit den Flüchtlingen sein, sozusagen, ein Zeichen gegen das „dunkle Deutschland“. Dazu Stephan Teuber. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die kriminelle Gewalt und die dumpfen Parolen gegen die Flüchtlinge nur von einer Minderheit in unserem Land getragen werden! Die große Mehrheit hat Verständnis für diese Menschen und möchte ihnen eine sichere Zuflucht und eine gute Zukunft bieten.“

Die These unseres Geschäftsführers wird gestützt durch die Erfahrungen, die wir in den letzten Tagen im Rahmen der Sachspendenverteilung gemacht haben:  Sowohl in Berlin als auch in Heidelberg erhielten wir von einigen Organisationen, bzw. Initiativen erst einmal Absagen, bevor wir die Sachspenden  letztlich untergebracht hatten: die Läger waren hier vorerst gefüllt, einige Organisationen nehmen gar erst wieder im neuen Jahr Sachspenden an. Offenbar herrscht in beiden Städten ein hohes Maß an Hilfsbereitschaft.

Das ist ein mehr erfreuliches Signal gegen das „dunkle Deutschland“ – und damit gegen dumme Ignoranz und Intoleranz im Alltag!

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